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Schweriner SC: Niederlage gegen Potsdam abgehakt : "Müssen Hunger auf Volleyball haben"

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Der Weckruf kam zur rechten Zeit: Bei den Schweriner Volleyball-Damen herrscht wieder gute Stimmung im Training. Die 2:3-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den SC Potsdam ist abgehakt.

svz.de von
erstellt am 04.Apr.2013 | 10:08 Uhr

Schwerin | Nach zwei Tagen Pause über die Osterfeiertage haben die Volleyballerinnen des Schweriner SC ihr Lachen wiedergefunden. Am Dienstagabend beim Training war der Spaß am Volleyball zurückgekehrt. Konzentriert, aber auch mit einer gewissen Portion Humor gingen die Spielerinnen zu Werke. "Es war ganz gut, dass wir zwei Tage frei hatten und den Kopf frei bekommen konnten", sagte Kapitän Denise Hanke, die die 2:3-Niederlage vom Sonnabend gegen den SC Potsdam genauso wie ihre Teamkolleginnen abgehakt hat. "Ich denke, irgendwann hätte es uns sowieso erwischt. Wir brauchen darüber nicht mehr reden. Jeder hat begriffen, worum es geht. Es war ein Weckruf", weiß die 23-Jährige.

Und das sah man am Dienstagabend. Da war eben diese Aggressivität im Angriff vorhanden, die im Play-off-Viertelfinalspiel gefehlt hatte. "Davon zehn Prozent am letzten Samstag mehr…", zeigte sich Trainer Teun Buijs mit der Übungseinheit zu frieden. Genauso wie Denise Hanke: "In der vergangenen Woche war das längst nicht so gut. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Stimmung sagt alles." Nach dem Training saßen die Spielerinnen noch auf dem Boden der Arena bei einem Stück Kuchen zusammen. Quinta Steenbergen hatte auf ihren 28. Geburtstag am Dienstag "einen niederländischen Apfelkuchen" gebacken. Und auch die Mittelblockerin befindet sich wieder auf dem Wege der Besserung nach ihrer Daumenverletzung vom Mittwoch vergangener Woche, mit der sie trotzdem am Sonnabend spielte. "Es ist zwar noch nicht ganz weg, aber es wird immer besser. Ich kann jedenfalls spielen."

Ein paar Tage sind nach der Niederlage ins Land gegangen - woran hat’s gelegen? "Wir haben drei Wochen nur trainiert. Da war nicht das Adrenalin da", erklärte die Zuspielerin. Und ihr Coach räumte mit dem Wissen von heute ein, dass er einiges hätte anders machen sollen. "Nach dem Pokalsieg gehst du auch mental, emotional wieder runter. Drei Wochen immer nur trainieren, trainieren, sind eine lange Zeit, in der wir auch kein Testspiel hatten", betont Teun Buijs. Die gewohnten Gegner in solchen Phasen wie der Köpenicker SC, der SC Potsdam, Aurubis Hamburg oder auch der VfB Suhl waren allesamt mit den Pre-Play-offs beschäftigt. Zwar organisierte man mit den SSC-A-Junioren von Marco Liefke drei Spiele, aber "das ist etwas anderes. Man bleibt halt hier." Der Niederländer weiß heute: "Wir hätten doch mal eine lange Busfahrt nach Vilsbiburg oder Stuttgart machen sollen." Aus dieser Erfahrung heraus reichen in dieser Woche fünf Tage Training. "Sechs sind zuviel. Dann trainierst du zu lange bis zum Spiel. Die Mädels müssen wieder Hunger auf Volleyball haben", gibt der Coach die Marschroute vor.

Und da sieht die Gegenwart wieder sehr viel rosiger aus. "Volleyball musst du taktisch erklären und es im Spiel erfahren. Wir haben viel mehr Möglichkeiten, als wir am Samstag gezeigt haben. Im Sport geht es auch darum, zu wissen, wie man gewinnen kann." Das wusste die Mannschaft in dieser Saison ein ums andere Mal. Und das soll auch am Sonntag beim zweiten Play-off-Viertelfinal-Spiel in Potsdam so sein. Am Dienstag stand neben Mannschaftstraining auch eine Videoanalyse der Partie an. "Wir brauchen da keine Angst zu haben. Sie haben in Schwerin sehr gut gespielt und verdient gewonnen. Es wird zwar nicht einfach, die werden voll dagegenhalten. Aber ich bin überzeugt, dass wir das schaffen", so Denise Hanke, die im Wissen um das Potenzial ihrer Mannschaft puren Optimismus verbreitet: "Wir haben in dieser Saison schon gegen ganz andere Gegner gewonnen." Und auch zweimal in der Hauptrunde gegen Potsdam…

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