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SSC-Volleyballerinnen fertigen Dinamo mit 3:0 ab : Mühelos gegen Kasans zweite Reihe

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Man muss vor den Volleyballerinnen des Schweriner SC einfach nur den Hut ziehen. Ihr Auftritt gestern im letzten Vorrunden-Spiel beim russischen Meister Dinamo Kasan war hoch professionell und champions-league-reif.

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erstellt am 11.Dez.2012 | 10:28 Uhr

Schwerin/Kasan | Man muss vor den Volleyballerinnen des Schweriner SC einfach nur den Hut ziehen. Ihr Auftritt gestern im letzten Vorrunden-Spiel beim russischen Meister Dinamo Kasan war hoch professionell und champions-league-reif. Ganz im Gegensatz zum Gastgeber. Sicher, es ging für beide Mannschaften um nichts mehr. Kasan war als Gruppenerster und Schwerin als Zweiter bereits vorzeitig für die Play-offs in der Königsklasse qualifiziert. "Wir haben zu Anfang in die Gesichter der Spielerinnen geschaut und gesehen, dass das alles nur die Jugend war. Wir machen so eine lange Reise…", meinte SSC-Coach Teun Buijs gegenüber unserer Redaktion am Handy nach dem deutlichen 3:0 (16, 17, 19)-Erfolg in der russischen Wolgastadt. Der Niederländer fügte noch an: "Das war nicht wirklich ein Top-Spiel."

Kasans Trainer schickte komplett seine zweite, dritte Reihe aufs Feld. Vier von ihnen kamen im Hinspiel beim 3:2-Erfolg des SSC nur mal sporadisch zum Einsatz, um der ersten Reihe etwas Luft zu gönnen. Die anderen standen erst gar nicht zum Champions-League-Auftakt im Kader. Einzig Kapitän Maria Borisenko durfte gestern im dritten Satz wohl eher als moralische Unterstützung für die Youngster mitspielen. "Dinamo sagte, sie haben so ein schweres Programm, da müsse man die besten Spielerinnen schonen. Was sollen wir denn da sagen?", zeigte Teun Buijs kein Verständnis für seinen Kollegen.

Der deutsche Meister ließ sich gestern vor 1500 Zuschauern darum nicht zweimal bitten und nutzte diese Chance gnadenlos aus. Sehr zur Freude der knapp 30 mitgereisten Sponsoren. Einen Sieg in Kasan - egal, wie der zu Stande kommt - nimmt man gerne mit. Von Anfang setzten die Buijs-Schützlinge den Gegner mit guten Aufschlägen unter Druck. "Dass die Annahme bei russischen Mannschaften nicht so gut ist, ist bekannt. Aber die haben so viele Fehler gemacht…", so der SSC-Coach. Mit variablem Angriffsspiel nahm sein Team die Gastgeberinnen regelrecht auseinander. Die hatten anscheinend von Block- und Feldabwehr noch nicht viel gehört. Ob über Außen, Mitte, Diagonal - es saß fast alles. Aber auch Teun Buijs nutzte die Möglichkeit für Wechsel, als in den einzelnen Sätzen die Entscheidung bereits gefallen war. "Für uns war es auch wichtig, den Rhythmus zu finden und konzentriert zu sein. Wir spielen am Sonntag in Münster", so der Trainer. Denn er hatte am Sonnabend gegen VCO Berlin auch weitestgehend seine zweite Reihe eingesetzt, um bei Dinamo wieder Fahrt aufzunehmen. Und das gelang bestens. Die SSC-Damen ließen sich nicht von den vielen Fehlern der Dinamo-Youngster anstecken und zogen durch. Und noch etwas Positives gewann Buijs dem Match gestern ab: "Das hat nicht viel Energie gekostet." Jetzt muss nur noch die letzte Hürde genommen werden: die Rückreise. "Wir haben in Moskau nicht viel Zeit. Hoffentlich kommen wir pünktlich aus Kasan an."

Kasan: Kulikova, Ponomareva, Nikolaeva, Moroz, Khrzhanovskaya, Voronkova - Efremova; Biryukova, Romanova, Borisenko.
Schwerin: Völker, Steenbergen, Hanke, Souza Ziegler, Brandt, Hatinova - Thomsen; Joachim,Tiele Martins Paulino, Stein, Scheuschner, Offer.

SR: Adler/Hudik (Ung/CZ). Z.: 1500. Spielzeit: 69 (24, 22, 23) Minuten.

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