Hansas Spielgestalter : Mo Lartey ist wie ein Neuzugang

<strong>Als sehr ärgerlich</strong> bezeichnet Hansas Mohammed Lartey (links, hier im Duell mit Carl-Friedrich Scharlau vom Verbandsligisten Rostocker FC) die 2:3-Testspielpleite des FCH gegen die Auswahl der Hansestadt: 'Das sieht natürlich Kacke aus und darf uns so nicht passieren.' <fotos>Georg Scharnweber</fotos>
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Als sehr ärgerlich bezeichnet Hansas Mohammed Lartey (links, hier im Duell mit Carl-Friedrich Scharlau vom Verbandsligisten Rostocker FC) die 2:3-Testspielpleite des FCH gegen die Auswahl der Hansestadt: "Das sieht natürlich Kacke aus und darf uns so nicht passieren." Georg Scharnweber

Mohammed Lartey ist froh, wieder schmerzfrei auf dem Fußballplatz stehen zu können. Der Spielgestalter des Drittligisten Hansa Rostock hat human ausgedrückt ein halbes Seuchenjahr hinter sich, musste lange pausieren.

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18. Juni 2012, 07:42 Uhr

Rostock | Mohammed Lartey ist froh, wieder schmerzfrei auf dem Fußballplatz stehen zu können. Der Spielgestalter des Drittligisten Hansa Rostock hat human ausgedrückt ein halbes Seuchenjahr hinter sich, musste aufgrund von Schambeinproblemen lange pausieren. "Solch eine Verletzung ist das Schlimmste, was einem Fußballer passieren kann. Vor allem, wenn man nicht genau weiß, wie lange es dauert. Fast in jedem Moment denkt man nur an diese blöde Verletzung. Bei mir waren es täglich sicher 20 von 24 Stunden", erklärt der 25-Jährige, der große Unterstützung von seiner Familie bekam: "Sie hat mich auf Trab gebracht und auch versucht abzulenken. Zudem habe ich täglich vier Stunden in der Reha gearbeitet."

Comeback auf den Tag genau nach sechs Monaten

Doch diese schwere Zeit ist jetzt endgültig vorüber. Bereits in der vergangenen Abstiegssaison feierte Mo Lartey am letzten Spieltag gegen die SpVgg Greuther Fürth (2:2) auf den Tag genau nach sechs Monaten Verletzungspause sein Comeback. "Ich bin froh, dass er wieder fit und in Rostock geblieben ist. Für mich ist er fast so etwas wie ein Neuzugang", erklärt FCH-Trainer Wolfgang Wolf.

Lartey will wieder durchstarten und an seine tolle Leistung aus der Aufstiegssaison 2010/11 anknüpfen, als er mit zehn Toren und 13 Vorlagen maßgeblich an der Rückkehr des FCH in die Zweitklassigkeit beteiligt war. "In der Saison habe ich 37 Spiele gemacht, nur einmal wegen einer Gelb-Sperre gefehlt", sagt der Mittelfeldmann. Dieses Niveau will er wieder erreichen: "Der Trainer hat mir genau erzählt, was er von mir erwartet. Ich soll mit meiner Erfahrung helfen und die Mannschaft führen. Das ist auch mein Anspruch."

Das bisherige harte Programm in der Vorbereitung hat der Kicker ohne Probleme absolvieren können. "Alles ist in Ordnung. Ich fühle mich gut und bin gesund", erklärt der gebürtige Düsseldorfer, der mit dem offensiv formulierten Saisonziel keine Probleme hat. "Der Verein hat den Aufstieg ausgegeben. Das wollen wir Spieler gemeinsam mit den Trainern angehen. Qualitativ haben wir eine gute Mannschaft und sind auf allen Positionen doppelt besetzt. Da können wir auch mal einen Ausfall verkraften. Ich war schon zweimal in der 2. Liga, und mein Ziel ist es, dort wieder hinzukommen - am besten natürlich mit Hansa", erklärt Lartey.

  • Waldlauf vorm Frühstück Seit gestern und bis morgen steht jeweils ab 7.30 Uhr ein Waldlauf auf dem Programm. Anschließend frühstückt die Truppe zusammen, ehe es vormittags (10 Uhr) und nachmittags (15 Uhr) jeweils auf den Trainingsplatz geht. Auch Matthias Holst, der heute 30 Jahre alt wird, muss heute früh aufstehen.



  • Zwei neue Gesichter Abwehrmann Ronny Marcos und Stürmer Nils Quaschner, die beide noch eine Woche länger Urlaub hatten, sind gestern ins Training eingestiegen. In der vergangenen Saison spielten sie für die Bundesliga-A-Junioren des Clubs.



  • Humbert als Übersetzer Ab der nächsten Woche bekommen die Neuzugänge Ondrej Smetana (VV St. Truiden) und Noël Alexandre Mendy (FC Chesterfield) einen Privatlehrer, der ihnen Deutsch beibringen soll. Während Smetana wenigstens fast alles versteht, verfügt Mendy über keinerlei Deutsch-Kenntnisse. Daher fungiert Landsmann Julien Humbert (seit sechs Jahren in Deutschland) als Übersetzer.
  • Auslosung in Danzig Die erste Runde des DFB-Pokals wird am Sonnabend ab 18 Uhr im Rahmen der EM in Danzig ausgelost. Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff wird die Ziehung im DFB-Medienzen-trum leiten. Als Losfee steht Viola Odebrecht vom Deutschen Meister Turbine Potsdam bereit. Insgesamt befinden sich 64 Teams in den Lostöpfen. Die Spiele der ersten Runde finden vom 17. bis zum 20. August statt. Der FCH hat in jedem Fall ein Heimspiel.
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