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Triathlonbrüder verbringen Fest bei den Eltern : Mit voller Wucht erst auf Hawaii

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Heiligabend bei den Eltern hat im Hause Raelert Tradition. Alle drei Söhne - Andreas, Michael und Sven-Peter - am Tisch bei den Eltern in Brage bei Hamburg. "Andreas und ich brechen einen Tag vorher auf", sagt Michael.

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erstellt am 23.Dez.2011 | 07:31 Uhr

Rostock | Heiligabend bei den Eltern hat auch im Hause Raelert Tradition. Alle drei Söhne - Andreas, Michael und Sven-Peter - am Tisch bei den Eltern in Brage bei Hamburg. "Andreas und ich brechen einen Tag vorher auf", sagte Michael. Mit 31 Jahren ist er das Nesthäkchen der Triathlon-Familie. "Gleichbehandlung ist aber in bei uns", fügt er hinzu. Weihnachten ist natürlich auch die geeignete Zeit, um zurückzublicken und neue Pläne zu schmieden. "Klar, dass wir auch über diese Dinge sprechen. Umso mehr, da 2011 nicht alles wie gehofft aufgegangen ist. Im Detail gehört das aber nicht in die Öffentlichkeit. Wir haben halt Fehler gemacht. Daraus wollen wir für 2012 lernen. Mehr ist zu diesem Thema momentan nicht zu sagen", wiegelt Michael Raelert ab.

Mit neuen Schwung wollen die Raelert-Brüder ins kommende Jahr treten. "Dann möchten wir uns den Traum vom Doppelstart bei Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii (13. Oktober - d. Red.) erfüllen und möglichst beide einen Podestplatz einnehmen", nennt Michael klipp und klar das Ziel. Und für dessen Verwirklichung wollen beide gemeinsame, aber auch getrennte Wege gehen. "Anfang Januar stehen vierzehn Tage Fuerteventura an. Danach eine Woche ,Heimaturlaub und erneut ein Kurztrip auf die Kanaren", beschreibt Michael die erste Planungsetappe.

"Andi" will auf Skiern Kondition bolzen

Aber schon danach trennen sich die Wege. Andreas wechselt die Sportart, schnallt sich die Bretter unter und möchte in der Höhe auf Schnee Kondition tanken. "Er wird sich überwiegend in Europa auf die Saison vorbereiten", so Michael. Er selbst wechselt den Kontinent, geht im Februar für einige Zeit Richtung Neuseeland. Der Aufenthalt bei Freund Kris Gemmell hatte bereits Andi vor seiner 2009er Hawaii-Premiere gut getan. Angesprochen auf die noch ausstehende Qualifikation , sagt Michael: "Mit meinen bisher drei 70.3-Rennen habe ich ja schon etliche Punkte ansammeln können. Natürlich weiß ich, dass ich noch einen Ironman der World Triathlon Corporation hinlegen muss." Und er fügt mit einem Schmunzeln hinzu: "Um ehrlich zu sein: Premiere des Michael Raelert mit voller Wucht wird erst im Oktober auf Hawaii sein."

Zum ersten Mal will der Hansestädter die 1,9 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und den Marathonlauf hintendrauf am 3. März beim "Kellogs Nutri Grain Ironman" im neuseeländischen Taupo oder 25. März bei der "Asian-Pacific Championship" im australischen Melbourne in Angriff nehmen. Finishen, unter 15 Stunden bleiben wird lediglich die Devise lauten. Es klingt keinesfalls überheblich, wenn Michael Raelert meint: "Im Kasten habe ich schon etwas. Ich brauche in Taupo nicht volle Pulle zu gehen. Nach Neuseeland gehe ich in die Staaten. In den USA stehen noch einige höherwertige 70.3 an - die insgesamt drei Punktbesten gehen in die Wertung -, mit denen ich die Zähler des Halbironman noch aufbessern kann."

Andreas Raelert wird sich im neuen Jahr sicher nicht noch einmal das Double mit Ironman in Roth (10. Juli mit Weltbestzeit von 7:41:33 Stunden) und WTC-Rennen Regensburg (7. August) einfallen lassen. Das und ein danach zu früher Belastungsbeginn waren mitentscheidend für "nur" Position drei auf Hawaii. Erneut Regensburg (Preisgeld 25 000 US-Dollar) oder die EM am 8. Juli in Frankfurt/M. werden Themen für den durch ihn noch zu absolvierenden Ironman sein.

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