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17. Oktober 2017 | 04:15 Uhr

Mit Leihmotorrad zum Sieg

vom

svz.de von
erstellt am 13.Jun.2011 | 06:29 Uhr

Teterow | Die Maschine war auf dem Teterower Bergring schon zu Erfolgen gefahren, nur der Fahrer nicht: Mit einem Leih-Motorrad sicherte sich Daniel Rath am Sonntag den Bergringpokal. Nach der 9,5 Kilometer langen Fünf-Runden-Hatz hatte der Teterower, der sich in den langen Jahren seiner Laufbahn auf dem Bergring noch nie in die Siegerliste eintragen konnte, knapp die Nase vor Titelverteidiger Enrico Janoschka. Der war unmittelbar nach dem Zielstrich gleich der erste Gratulant. "Ich bin mit meiner Leistung dennoch zufrieden", meinte der unterlegene Janoschka, der betonte: "Das Wichtigste ist: Wir haben gute und spannende Rennen gesehen und es ist nicht Schlimmes passiert."

Der überglückliche Sieger bedankte sich zunächst bei einem Teamkollegen: "Unmittelbar vor dem Start ging meine Maschine kaputt. Ich wollte mich schon abmelden, da sagte Dennis Stübe: ,Nimm doch meine Reserve-Maschine, die ist vom früheren Bergring-Sieger Trevor Banks! Und die ist so toll gelaufen… Wenn man in Teterow Motorsport betreibt, ist es das Größte, ein wichtiges Rennen auf dem Bergring zu gewinnen. Und genau das ist mir heute passiert. Dennoch bleibt Enrico Janoschka hier der große Favorit, den es zu schlagen gilt."

Das gelang gute 30 Minuten vorher auch Raths Teamkollegen Enrico Hoth. Der gebürtige Teterower hat im Bergring-Club zahlreiche Auf und Abs hinter sich, gehörte aufgrund seiner Eskapaden auf und neben der Bahn lange zu den eher unerwünschten Fahrern und schloss sich erst im Frühjahr wieder seinem Heimatverein an. Und diese Rückkehr krönte er mit seinem mit Abstand größten Erfolg: Dem Sieg im Final-Lauf um das Grüne Band. Hoth hatte einen Super-Start, während Top-Favorit Enrico Janoschka in ein Gedränge mit Manfred Knappe (Melsungen) geriet. Das kostete den bislang einzigen Sieger des bisher drei Mal vergebenen Grünen Bandes schon in der Anfangs-Phase die entscheidenden Sekunden. In Runde fünf sah es so aus, als ob Janoschka doch noch an Hoth vorbeikäme, "aber in der Nordkurve hat sich mein Hinterrad verabschiedet. Zum Glück kam von hinten keiner mehr näher und ich bin froh, Zweiter geworden zu sein." Als schwacher Trost blieb für den Familienvater aus Güstrow der tags zuvor souverän eingefahrene Clubmeistertitel.

Einen Titel konnte auch der Schweriner Guido Skoppek feiern. Auf seiner 650-ccm-Maschine hatte er die Vorläufe der Moto-Crosser klar dominiert und dabei mit 113,36 km/h einen neuen Rundenrekord aufgestellt. Im Endlauf der Crosser musste sich der mehrfache Landesmeister allerdings geschlagen geben, es gewann der Holländer Wouter Bron vor dem Rehnaer Jens Hinrichs. Im Speed-Cross-Pokal mit Handicap-Start und über fünf Runden aber konnte sich Skoppek schadlos halten. "Es war die absolute Hölle", meinte er hinterher. "Ich musste aus der letzten Reihe starten und insgesamt zwölf Mann überholen", kommentierte er seinen insgesamt sechsten Erfolg auf dem Bergring.

Bei den Quads erlebten die 25 000 Zuschauer, die nahezu unfallfreie Rennen sahen, den überlegenen Sieg des Österreichers Jürgen Elmecker, der alle Läufe souverän für sich entscheiden konnte.

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