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Schweriner SC : Mit größerer Cleverness zum Erfolg

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Der Schweriner SC hat die erste Niederlage in der Volleyball-Bundesliga gegen Wiesbaden bestens verkraftet. Am Samstagabend entschieden sie das Verfolgerduell bei den Roten Raben Vilsbiburg verdient mit 3:1 für sich.

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erstellt am 02.Dez.2012 | 07:32 Uhr

Schwerin | Der Schweriner SC hat die erste Niederlage in der Volleyball-Bundesliga vom 24. November gegen Wiesbaden (2:3) bestens verkraftet. Unter der Woche schafften die Mädels von Trainer Teun Buijs bereits mit einem überraschend deutlichen 3:0-Erfolg über den Erzrivalen Dresdner SC den Einzug ins Halbfinale des DVV-Pokals. Am Samstagabend legten Kapitän Denise Hanke und Co. nach und entschieden das Verfolgerduell bei den Roten Raben Vilsbiburg verdient mit 3:1 (18, 23, -19, 22) für sich.

Am Ende gab die größere Cleverness auf Seiten der Schwerinerinnen den Ausschlag - und der erfreuliche Umstand, dass Louisiane Souza Ziegler einen absoluten Sahnetag erwischt hatte.

Die 27-jährige Außenangreiferin war von den Gastgeberinnen zu keiner Phase des Spiels zu bremsen und war stets zur Stelle, wenn es für den deutschen Doublegewinner mal eng wurde.

Und eng wurde es einige Male - was mehrere Gründe hatte. Zum einen gaben sich die Vilsbiburgerinnen nie geschlagen, bewiesen tolle Moral und hatten zudem mit Jana-Franziska Poll und der US-Amerikanerin Sonja Newcombe ebenfalls zwei zuverlässige Punktesammlerinnen in ihren Reihen. Und zum anderen versiebten die Schwerinerinnen in diesem Spiel nicht weniger als 16 Aufschläge. "Diese Vielzahl an Fehlern ist für uns sehr ungewöhnlich. Deshalb kann ich heute mit unserer Leistung nicht ganz zufrieden sein", sagte Trainer Teun Buijs.

Dennoch hatte man in der mit 1248 Zuschauern gut gefüllten Vilsbiburger Ballsporthalle kaum einmal das Gefühl, dass es für Schwerin an diesem Abend schiefgehen könnte. Nach zähem Beginn gingen die Gäste Mitte des ersten Abschnittes erstmals in Führung (15:14) und gaben den Vorsprung auch bis Satzende nicht mehr ab. Denise Hanke glänzte in dieser Phase nicht nur mit klugem Zuspiel, sondern nutzte mehrmals auch selbst die Möglichkeit zum schnellen Punktgewinn. Die Linkshänderin wurde im Anschluss von Raben-Trainer Guillermo Gallardo zur wertvollsten Schweriner Spielerin gekürt.

Im zweiten Durchgang wurde die Begegnung deutlich spannender, wenn auch nicht unbedingt hochklassig. Beide Mannschaften lebten eher von den vielen Fehlern auf der Gegenseite. "Das war heute von beiden Teams wirklich nicht so toll", sagte Denise Hanke selbstkritisch. Am Ende entschied auch ein wenig das Glück für die Gäste: Beim Satzball zum 25:23 tropfte der Ball vom Schweriner Block unerreichbar wie in Zeitlupe genau auf die Linie.

Mit der Zweisatzführung im Rücken wurden die SSC-Damen etwas leichtfertig. Die Quittung folgte prompt: Angetrieben von ihren begeisterten Anhängern sicherten sich die Niederbayern klar mit 25:19 den dritten Satz. In der Folge ging Schwerin wieder deutlich konzentrierter ans Werk und erspielte sich bis zum 14:11 eine scheinbar beruhigende Drei-Punkte-Führung. Ein Doppelwechsel, Tanja Joachim und Sthéfanie Paulino kamen für Denise Hanke und Lucia Hatinova, brachte die Mannschaft zwar kurzzeitig aus dem Tritt, was die Raben dazu nutzten, sich wieder heranzukämpfen (21:21). Buijs korrigierte jedoch mit dem schnellen Rückwechsel seine Entscheidung, und Hanke dankte es ihm mit einem Ass zum 23:21. Als kurz darauf Sonja Newcombe ihren Angriff weit ins Aus setzte, war der Sieg unter Dach und Fach. Und auch der SSC-Trainer war wieder versöhnt: "Es war für uns eine sehr harte Woche. Deshalb Kompliment an die Mannschaft, dass wir dieses schwere Auswärtsspiel für uns entscheiden konnten."

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