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Hansa-Urgestein und Torgelow-Coach Jürgen Decker : "Mister Landespokal" hofft auf Sensation

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Heute, da Jürgen Decker als Trainer des Regionalligisten Torgelower SV Greif im Achtelfinale des Fußball-Landespokals auf seinen Heimatverein trifft, wird die Verbundenheit zu seinem FC Hansa für 90 Minuten ruhen.

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erstellt am 12.Okt.2012 | 08:01 Uhr

Rostock | Denkt Jürgen Decker an seinen FC Hansa, geht dem 66-Jährigen das Herz auf: "Ich als alter Hanseat freue mich über die jüngste Entwicklung. Hoffentlich ist das nicht nur ein kleiner Aufwind. Die Jungs haben das Zeug, oben mitzuspielen", sagt "Fluppi", der von 1964 bis 1979 179 Oberliga-Spiele für die Nordostdeutschen bestritt.

Heute, da Decker als Trainer des Regionalligisten Torgelower SV Greif im Achtelfinale des Fußball-Landespokals auf seinen Heimatverein trifft, wird diese Verbundenheit für 90 Minuten ruhen. "Wir freuen uns riesig auf diesen Saisonhöhepunkt, der eine willkommene Abwechslung zum Punktspiel-Alltag ist", sagt der Greifen-Coach.

Als alter Hase auf der Bank, der mit dem FC Hansa 1991 als Co-Trainer von Uwe Reinders die letzte DDR-Meisterschaft und Qualifikation für die 1. Bundesliga feierte, wittert er eine Pokalsensation. "Als Außenseiter hat man immer eine kleine Chance. Wir wollen das Spiel lange offen halten, keinen schnellen Gegentreffer kassieren und dann schauen...", sagt "Mister Landespokal", der mit dem FC Schönberg (4) und der Hansa-Reserve (1) fünfmal den "Pott" gewann. Als "Geheimwaffe" für seine bislang stumpfen Sturmspitzen (fünf Tore in sieben Partien, fünf Punkte, 15. Platz) wird Decker den Torgelower Torjäger der vergangenen Oberliga-Spielzeit, Daniel Pankau, reaktivieren.

Dementsprechend wird der FC Hansa den Viertligisten nicht unterschätzen. "Wir nehmen den Gegner sehr ernst, machen da keinen Unterschied zu den Punktspielen", unterstrich Trainer Marc Fascher gestern beim Abschlusstraining. Mehr noch, der Coach ließ die Torgelower zweimal durch Hansas Chef-Scout Lothar Hamann beobachten, besorgte sich sogar eine DVD des Regionalligisten.

Zudem lässt Fascher keinen Zweifel daran, dass er seine Stammelf ins Rennen schicken wird: "Wir reisen mit vollem Kader an." Zu diesem gehört auch der zuletzt erkrankte "Knipser" Ondrej Smetana, der gestern wieder voll mittrainierte. "Ich bin noch ganz schön kaputt. Da die anderen alle fit sind, gehe ich nicht davon aus, dass ich von Beginn an spiele", so der Stürmer. Für den Tschechen sollte Johan Plat in die Anfangsformation rücken.

Auch die Torwartfrage ist - zumindest für heute - be-antwortet. Jörg Hahnel wird zwischen den Pfosten stehen, auf der Bank sichert der wiedergenesene Kevin Müller ab.

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