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Kielholen: Viertes Handball-Traditions-Duell endet 33:45 : Meister gewinnt Test bei Empor Rostock

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Der deutsche Meister und Pokalsieger THW Kiel hat am Abend ein Testspiel beim HC Empor Rostock mit 45:33 (21:19) gewonnen. Für den THW war dies bereits das dritte Gastspiel innerhalb von zwei Jahren in Rostock.

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erstellt am 22.Aug.2013 | 10:10 Uhr

Handball-Zweitligist HC Empor hat gestern trotz einer 33:45-Niederlage gegen den THW Kiel die nahezu 3000 Zuschauer in der Stadthalle begeistert. In Halbzeit eins des mittlerweile vierten freundschaftlichen Sommer-Traditions-Duells mit dem Weltklasse-Kontrahenten lagen die Rostocker sogar meistens in Führung!

Beim 4:2 für die „Zebras“ schien sich alles einzupegeln wie in den Vorjahren, als Empor stets eher mehr als weniger chancenlos war (32:40, 27:44 und 2012 nur 20:26 nach 13:26/49.). Doch die Blau-Gelben waren im Vergleich zur 31:40-Blamage im Pokal gegen Hamm nicht wiederzuerkennen. Mit einer Leidenschaft, von der zwei Tage vorher nichts zu sehen war, mischten sie den Deutschen Meister zwischenzeitlich geradezu auf! Das 6:8 (12.) drehte Empor zum 12:8 (16.), und als das Team vom 14:11 (19.) zum 14:15 (23.) seine Führung einbüßte, war dies auch nur vorübergehend: Drei Tore am Stück, und schon lag wieder der HCE vorn: 17:15 (25.)!

Erst nach dem 19:17 (28.) quälte sich das internationale Star-Ensemble zu einer schmeichelhaften 21:19-Pausenführung. Bis dahin waren die Rostocker nicht nur auf Augenhöhe, sensationellerweise bestimmten sie über längere Phasen das Geschehen! Dies alles ohne ihre so wichtigen Stützen Tom Wetzel und Becvar. Dies alles nicht zuletzt dank eines Kominek, der über zehnmal stark hielt, u. a. einen Siebenmeter von Ekberg (3.). Es war eine Gala, in der die Mecklenburger die Kieler sogar vorführten: Gruszka auf Vorlage von Papadopoulos sowie Flödl (Gruszka) vollendeten per Kempa-Tricks (!) zum 15:15 (23.) bzw. 19:17 (28.).

In der zweiten Hälfte machten die Gäste routiniert ihr Ding und zogen über 24:19 (33.) und 37:28 (50.) noch auf letztlich zwölf Treffer davon. Dennoch ärgerte der HCE den Giganten nach wie vor mit Nadelstichen, vor allem Gamrat mit fünf seiner sieben Tore nach der Pause. Erfolgreicher war bei den Rostockern nur Gruszka, der achtmal traf.

Sie wollten den Gegner „kielholen“, das hatten die Rostocker vorab im Werbeslogan bekundet. Nun, dafür hätten sie den Turnverein Hassee-Winterbek (THW) wörtlich nehmen und gegen die Abteilung Turnen antreten müssen. Statt dessen gab’s die erwartet hohe Niederlage. Dennoch hat Empor gestern Abend vollauf überzeugt.

Das für morgen geplante Testspiel beim SV Mecklenburg Schwerin wurde auf Grund der Personalsituation abgesagt.

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