zur Navigation springen

Unterschied zwischen Pelle Jensen und Kapitän Sebastian "Pelle" Pelzer : "Mein Spitzname ist jetzt Inge"

vom

Am 14. Mai 2011, dem Abschluss-Spieltag der 3. Fußball-Liga, in der letzten Halbzeiten der Saison 2010/11, kam Pelle Jensen beim 2:0 gegen Rot Weiss Ahlen zu seinem Debüt in der Profi-Mannschaft des FC Hansa.

svz.de von
erstellt am 23.Jun.2011 | 07:05 Uhr

Rostock | Am 14. Mai 2011, dem Abschluss-Spieltag der 3. Fußball-Liga, in der allerletzten von 76 Halbzeiten der Saison 2010/11, kam Pelle Jensen beim 2:0 gegen Rot Weiss Ahlen zu seinem Debüt in der Profi-Mannschaft des FC Hansa. Das weiße Trikot mit Meisterstern, der Rückennummer 30 und dem Schriftzug JENSEN darunter, es ist ein wertvolles Unikat. Denn a) darf der FCH nach seiner sofortigen Rückkehr in die 2. Bundesliga keinen Stern mehr führen (das geht nur ab Drittklassigkeit abwärts), und b) wurde das Textil nur dieses eine Mal für gut 20 Minuten getragen.

Bombastisch: Abitur mit Gesamtnote 1,0

Das Hemd ist in Pelles Besitz. Es kommt an die Wand daheim in Sildemow. Bisher war nur keine Zeit dafür: "Ich hatte mich erst mal aufs Abi konzentriert, das war stressig genug." Mit der letzten mündlichen Prüfung am Mittwoch im Fach Sozialkunde ist der 1,93 m lange Innenverteidiger nun am Ziel: Gratulation zu einem bombastischen Abschluss mit der Gesamtnote 1,0!!!

Wer weiß, ob das weiße Jersey nicht eines Tages nach einer großen Jensen-Karriere als Leihgabe ins Hansa-Museum kommt. Eine solche Einrichtung gibt es zwar (noch) nicht. Aber bis dahin? Nachgedacht worden ist über das Thema schon mal...

Der in Hamburg geborene Pelle Jensen, dessen Vorname auf eine Romanfigur von Astrid Lindgren zurückgeht, kam nach einem halben Jahr in der F2-Jugend der SG Warnow Papendorf frühzeitig zum FC Hansa, durchlief alle Altersklassen mit der Krönung Deutscher A-Junioren-Meister 2010 bis hin zum Zwei-Jahres-Profi-Vertrag.

Aber eins passierte ihm in all den Jahren nie: dass er in eine Mannschaft kam, in der er nicht der exklusive Pelle war. Das ist jetzt anders, weil Linksverteidiger Sebastian Pelzer genauso gerufen wird. "Da kann es natürlich zu Verwechslungen kommen", so Jensen, "und da ich keinen Ärger bekommen möchte, schon gar nicht ausgerechnet mit dem Kapitän: Mein Spitzname ist jetzt Inge."

Das Talent aus dem eigenen Nachwuchs, das 2010/11 mit den A-Junioren das DFB-Pokal-Finale ereichte, will in seinem ersten Erwachsenen-Jahr "auf jeden Fall rasch den Klassenerhalt schaffen. Das ist das Mannschaftsziel. Ich persönlich habe mir vorgenommen, mich sportlich weiterzuentwickeln und so schnell wie möglich an den Männerfußball zu gewöhnen. Und ich hoffe natürlich auf meine Einsätze."

Pelle Jensen, der U16-, U18- sowie U19-Nationalspieler und dabei teilweise sogar Kapitän war, wird sich ungeachtet der primären Konzentration auf den Fußball nach den Möglichkeiten eines Fernstudiums erkundigen. Das hat aber noch Zeit - bis nach der Zeugnisausgabe und dem Abi-Ball am Sonntag...

>> ZUR PERSON

Pelle Jensen (bisher A-Junioren) hatte vor seinem Debüt in der 3. Liga zwar schon im Landespokal für die „Erste“ gespielt (Achtelfinale 1:0 „beim“ Rostocker FC am 23. Februar 2011), doch da war die Idee mit dem aufs Jersey gestickten Goldstern noch nicht umgesetzt, das folgte erst im April (siehe links). Weiterhin kam der 19-Jährige zu einem Einsatz für Hansa II in der Oberliga (2:1 gegen Optik Rathenow am 7. November 2010). Pelle Jensen hat drei Geschwister: Lizzy (20) sowie die Zwillinge Lotta (800-Meter-Läuferin beim 1. LAV Rostock) und Matti (beide 16).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen