Speerwerfer will zu Olympischen Spielen : Mark Frank setzt alles auf eine Karte

<strong>Morgen oder spätestens am Donnerstag</strong> muss Mark Frank den Speer bei der EM in Helsinki auf mindestens 82 Meter katapultieren. Ansonsten finden die Olympischen Spiele in London ohne den Modellathleten vom 1. LAV Rostock statt. <foto>Georg Scharnweber</foto>
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Morgen oder spätestens am Donnerstag muss Mark Frank den Speer bei der EM in Helsinki auf mindestens 82 Meter katapultieren. Ansonsten finden die Olympischen Spiele in London ohne den Modellathleten vom 1. LAV Rostock statt. Georg Scharnweber

Mit gemischten Gefühlen reist Speerwerfer Mark Frank heute zu den Leichtathletik-Europameisterschaften nach Helsinki. Schon morgen steht für den Athleten vom 1. LAV Rostock die Qualifikation auf dem Programm.

svz.de von
26. Juni 2012, 11:12 Uhr

Rostock | Mit gemischten Gefühlen reist Speerwerfer Mark Frank heute zu den Leichtathletik-Europameisterschaften nach Helsinki. Schon morgen steht für den Athleten vom 1. LAV Rostock die Qualifikation auf dem Programm. Drei Würfe hat der 35-Jährige, um sich für den Endkampf am Donnerstag zu qualifizieren. Doch viel wichtiger als die EM ist in diesem Jahr Olympia - und Frank fehlt noch die Normweite von 82 Metern, die zur Teilnahme an den Spielen in London berechtigten. "Einfach hinfliegen, den Speer auspacken und im ersten Versuch die 82 Meter werfen. Das wäre perfekt", sagt der Modellathlet.

Doch so einfach wird es wahrscheinlich nicht werden. Denn der 35-Jährige plagt sich mit einer hartnäckigen Muskelentzündung herum, die er sich vor knapp zwei Wochen bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid zugezogen hatte. Zuerst war sogar eine Rippenverletzung vermutet worden. "Der Arzt hat gesagt, dass die Rippe in Ordnung ist, aber der Muskel, der an der zwölften Rippe ansetzt, ist gereizt. Und jedes Mal, wenn ich beim Wurf abkippe, dann schmerzt es", erklärt Mark Frank.

Trotz dieser Beschwerden will der gebürtige Neustrelitzer heute um 15 Uhr in den Flieger von Berlin in Richtung Helsinki steigen und versuchen, bei der EM an den Start zu gehen, um die Olympia-Qualifikation zu schaffen. "Ich werde es vom Einwerfen abhängig machen, ob es Sinn macht oder nicht. Vielleicht sehen die Verbandsärzte ja auch noch eine Möglichkeit, wie man meine Beschwerden lindern kann. Möglicherweise kann man den Schmerz auch für ein, zwei Stunden betäuben", erklärt der Athlet.

Obwohl der Traum von Olympia im Herbst der Karriere zu zerplatzen droht, hadert der Rostocker Speerwerfer nicht mit seinem Schicksal: "Das ist Sport. Wenn es so kommen sollte, kann man nichts machen. Außerdem brauche ich mich ja nicht zu beschweren. Ich hatte zu Beginn der Saison mehrmals die Chance, die Qualifikationsweite zu werfen. Leider ist es mir da nicht gelungen. Ich hätte mir den ganzen Ärger ersparen können. Jetzt wird es natürlich nicht einfach. Mir fehlt natürlich auch das Wurftraining aus der vergangenen vier Wochen. Doch ich lasse den Kopf nicht hängen und versuche es. Die Chancen stehen 50:50."

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