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Hansas Innenverteidiger Patrick Wolf meldet sich zurück : "Man ist ja wie ein Neuzugang"

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Mit vier mehr oder weniger neuen Gesichtern startete der FC Hansa die Vorbereitung auf die restlichen 17 Saisonspiele. Wenn man so will, waren es sogar fünf: Patrick Wolf hat vier Monate Verletzungs-Pause hinter sich.

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erstellt am 30.Dez.2012 | 08:15 Uhr

Rostock | Mit vier mehr oder weniger neuen Gesichtern (Tommy Grupe, Sargis Adamyan, Robin Krauße, Christian Flath) startete Fußball-Drittligist FC Hansa die Vorbereitung auf die restlichen 17 Saisonspiele. Wenn man so will, waren es sogar fünf: Patrick Wolf hat vier Monate Verletzungs-Zwangspause hinter sich - am Donnerstag war er beim Laktattest erstmals wieder dabei und sagt selbst: "Man ist ja wie ein Neuzugang."

Der 23-Jährige wurde von Trainer Marc Fascher auch an den freien Tagen heute und morgen zur Arbeit verpflichtet: "Zu den zehn Mann, die das betrifft, gehört auch Patrick Wolf. Er hat fast ein halbes Jahr nicht gespielt." Die betreffenden Akteure hätten Ausdauerläufe zu bestreiten: "Sie kriegen eine bestimmte Zahl an Kilometern vorgegeben, die sie in einer festgelegten Zeit absolvieren müssen, und das kontrollieren wir später an Hand der Pulsuhren. Es handelt sich dabei aber um keine Läufe, wo sie sich totmachen."

Zehn Spieler bekamen Lauf-Hausaufgaben

Dass nun gleich zehn von 26 Spielern zum Laufen "verdonnert" wurden, stehe keineswegs im Zusammenhang mit den Ergebnissen des Laktattests. "Da sind Leute wie Nils Quaschner dabei, die einfach zwischendurch mal ein paar Tage krank waren und deshalb gefehlt haben. Insgesamt kann ich feststellen, dass wir trainierbar sind und wieder aufbauen können. Ich habe eine Verbesserung gesehen, und das ohne Vorbereitung. Da kann ich nur sagen: Respekt!", lobt Fascher den körperlichen Zustand der gesamten Mannschaft.

Es war der 29. August 2012, Hansa verlor 0:2 in Burghausen. Ausgerechnet bei seinem Ex-Verein, für den er zwischen 2009 und 2011 von 76 möglichen Einsätzen 65 bestritt, erwischte es Pa-trick Wolf: "Ich befand mich im Lauf-duell mit Youssef Mokhtari, unser Torwart Kevin Müller kam raus und hat ihn so berührt, dass der auf mich raufgefallen ist und dabei einiges kaputtging." Die Kapseln im linken Sprunggelenk waren zerfetzt, ein freies Gelenkstück musste entfernt werden. "Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass ich in der Hinrunde noch mal angreifen kann. Das hat nicht geklappt, aber jetzt bin ich froh, die Vorbereitung mitmachen zu können, und hoffe, dass der Fuß hält", so der Innenverteidiger, dessen Vater Wolfgang Wolf nach Patricks Malheur nur noch einen weiteren Spieltag Chefcoach des FCH war. "Es kann immer eintreten, dass ein Trainer entlassen wird, und es fühlt sich jetzt nicht anders an als vorher", versichert Wolf junior und betont: "Ich bin wegen Hansa Rostock hierhergekommen und nicht wegen meines Vaters, und ich denke, ich habe bis zu meiner Verletzung schon zeigen können, dass das nicht dumm dahergeredet war."

Im Moment "ist es schon hart, man läuft immer ein bisschen auf dem Zahnfleisch. Doch ich werde nach dem halben Seuchenjahr und insbesondere den vergangenen vier Monaten, in denen ich konditionell einiges verloren habe, einen Schritt nach dem anderen machen, um dann nach der Vorbereitung 100-prozentig fit zu sein. Sonst kann ich der Mannschaft auch nicht helfen. Und das will ich natürlich: mich dem neuen Trainer zeigen, dass er erste Eindrücke von mir gewinnt, schnell wieder rankommen und dann auch spielen."

Für den weiteren Saisonverlauf würde sich der ausgebildete Automobilkaufmann wünschen, "dass es für uns noch mal nach oben geht, wir auf jeden Fall am Ende besser dastehen als im Moment (Platz zehn - d. Red.)". Erst mal aber werden Patrick Wolf und Freundin Jessica (24) mit einem Großteil des Teams - neun oder zehn Spieler und ihre jeweiligen Partnerinnen - heute nach Berlin fahren und dort zusammen Silvester verbringen. Natürlich ohne dabei die Lauf-Hausaufgaben aus den Augen zu verlieren.

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