Leidenschaft und Freudentränen

<strong>Es ist geschafft:</strong> Im Moment des feststehenden Triumphes, der unumstößlichen Rettung bilden die Empor-Handballer ein einziges blau-gelbes Knäuel. Obendrauf liegt Vyron Papadopoulos,  links eilt René Gruszka hinzu. Alles klar also zum 80. Mecklenburg-Derby am 29. September (inoffiziell) gegen Post  Schwerin!<foto>Georg Scharnweber</foto>
Es ist geschafft: Im Moment des feststehenden Triumphes, der unumstößlichen Rettung bilden die Empor-Handballer ein einziges blau-gelbes Knäuel. Obendrauf liegt Vyron Papadopoulos, links eilt René Gruszka hinzu. Alles klar also zum 80. Mecklenburg-Derby am 29. September (inoffiziell) gegen Post Schwerin!Georg Scharnweber

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03. Juni 2012, 07:08 Uhr

rostock | Bäche von Freudentränen flossen, und so manches Getränk schwappte über nach dem Abpfiff auf der Spielfläche der Scandlines Arena: Mit dem 34:32 (17:20) gegen die HSG Nordhorn-Lingen schafften die Empor-Handballer in letzter Stunde den Klassenerhalt, bleiben in der 2. Bundesliga.

Die Rostocker waren zwischendurch eigentlich schon "tot" - bzw. nur der zeitgleich gegen Eisenach kämpfende Verfolger Potsdam hielt sie noch am Leben, denn der kam zunächst auch nicht klar: 1:6 (9.), 5:12 (24.)…

Schon früh, nach dem 3:6 (8.), sah sich Trainer Henke zur Auszeit veranlasst, wechselte - erfolglos - den Torwart (Storbeck für Schröder). Und er stellte Zemlin auf die Regie-Position. Das erwies sich als ein mitentscheidender Griff, auch wenn der HCE - weil er anfangs total enttäuschte - zunächst mit bis zu acht Toren ins Hintertreffen geriet (4:12/17., 8:16/ 22.). Doch allmählich kam die Abwehr besser zum Zuge (u. a. nahm Gruszka den Nordhorner Wiese aus dem Spiel), mit der Rückkehr von Schröder zwischen die Pfosten (26.) zog auch auf der Position eins gutes Niveau ein, und im Abschluss klappte es nun deutlich besser.

Der HCE schuftete sich heran (12:19/26. - 17:19/29.), glich aus (20:20/34.), ging erstmals in Führung (22:21/36.). Noch beim 22:23 (39.) und 23:24 (40.) hing das blau-gelbe Schicksal am seidenen Faden - reichlich 200 Kilometer südlich warf Potsdam das 18:18 (45.). Aber die Rostocker Mannschaft steigerte sich riesig (stark nicht zuletzt Wetzel trotz Sonderbewachung von Mickal) und ließ sich unter derart einmütig und lautstark so nicht oft erlebter Anfeuerung des Publikums nach dem 27:25 (43.) nicht mehr von der Rettung abbringen. Dass Potsdam mit der einzigen Führung sechs Sekunden vor Schluss gewann, interessierte keinen mehr: Bereits den Siebenmeter von Ivankovic zum 34:31 (58.) verfolgten die über 750 Zuschauer stehend. Der Abpfiff war der Anpfiff - zur großen Nichtabstiegs-Sause.

Rostock: Schröder, Storbeck (8. bis 26. und bei drei 7-m) - Langhans 3, Ivankovic 5/5, Bruna 3, Gruszka 4, Meschke 5, Papadopoulos 5, Ilper, Wetzel 5, Zemlin 3, Dethloff 1, Höwt (n.e.), Wischniewski (n. e.).

Nordhorn: Buhrmester, Bartels (bei einem 7-m) - Struck 4, Meyer 4, Wiese 4, Schagen 7/2, Leenders 4, Mickal 5/2, Terwolbeck 1, Poll 1, de Boer 2.

SR: Brandt/Veit (Vlotho/Kalletal). Z.: 750. 7-m : 5/5: 5/4 (Storbeck hält gegen Schagen/56.). Strafminuten: 6:4.

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