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Exklusiv-Interview mit Hansas Nikolaos Ioannidis : Kult-Grieche will noch öfter treffen

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Vier Tore in sechs Spielen – Nikolaos Ioannidis ist derzeit ein Garant für den Aufwärtstrend beim FC Hansa. Im Interview schildert er die aktuelle Situation und verspricht, dass er noch oft für Rostock treffen will.

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erstellt am 10.Sep.2013 | 08:13 Uhr

Rostock | Er ist Hansas Überflieger der vergangenen Wochen: Nikolaos Ioannidis. Der Stürmer, der im Sommer vom griechischen Rekordmeister Olympiakos Piräus an die Ostsee wechselte, hat mit seinen vier Treffern maßgeblichen Anteil am guten Saisonstart der Rostocker und genießt bei den Fans schon jetzt Kultstatus. Im Interview mit NNN-Mitarbeiter Oliver Kramer spricht der 19-Jährige über seinen Höhenflug, den deutschen Fußball und Sirtaki.

Herr Ioannidis, mit vier Treffern und einer Torvorlage aus den letzten sechs Partien sind Sie der Aufsteiger des FC Hansa. Haben Sie diesen Erfolg schon realisiert?

Nikolaos Ioannidis: Ich kann es noch gar nicht richtig fassen. Das Ganze ist verrückt. Ich bin unglaublich glücklich mit dieser Situation und meiner Entwicklung. Ich werde versuchen, diese Leistungen fortzusetzen und der Mannschaft weiter zu helfen.

Bei den Fans avancierten Sie bereits zum Kult-Griechen. Ihre Tore werden mit Sirtaki-Musik, rhythmischem Klatschen und "Ahu"-Rufen bejubelt...

... ja, das kam gleich nach meinem ersten Tor gegen Stuttgart II. Ich mag die Ausrufe, weil sie mich an den Film "300" erinnern. Darin geht es um die frühe Geschichte von Griechenland.

Kurios: Sie sind in Remscheid geboren, sprechen aber kein Deutsch. Wie sind Sie nach Piräus gekommen?

Als ich drei Jahre alt war, kehrten meine Eltern, die noch Deutsch sprechen, mit mir nach Griechenland zurück. Ich wuchs in einer Kleinstadt im Norden auf. Ich spielte in einer Regionalauswahl, wo die Scouts von Olympiakos auf mich aufmerksam wurden. Vier Jahre war ich für die U 17 und U 19 aktiv, ehe ich einen Profivertrag unterschrieb.

Mit der A-Jugend von Piräus gewannen Sie zweimal die Meisterschaft und schnupperten auch beim Profiteam schon herein. Welche Unterschiede gibt es zwischen dem griechischen und deutschen Fußball?

Die 3. Liga in Deutschland ist sehr stark. Man muss viel laufen, mehr den Körper einsetzen und ständig Druck ausüben. Für einen jungen Spieler wie mich ist es schwer, hier zu bestehen.

Welche Eindrücke haben Sie vom FC Hansa gewonnen?

Bevor ich herkam, habe ich mich über den Verein informiert. Ich schaute mir Bilder und Videos aus Hansas Erstliga-Zeiten im Internet an. Da bekam ich einen Eindruck von den tollen Fans. Als ich in Rostock ankam, hat sich dieser Eindruck bestätigt. Die Verhältnisse sind wie bei Olympiakos - und das als Drittligist! Das Stadion, die Mannschaft, die Fans, all das macht mich sehr glücklich.

Kein Wunder mischt doch Ihr Team - auch dank Ihrer Tore - in der Spitzengruppe der 3. Liga mit. Wohin kann die Reise noch gehen?

Es ist zu früh, jetzt irgendwelche Prognosen abzugeben. Wenn am Ende der Spielzeit über uns gesagt wird, dass wir mitreißenden, leidenschaftlichen und attraktiven Fußball gespielt haben, war es eine gute Saison.

Dabei könnten Sie den FC Hansa womöglich noch zum Aufstieg in die 2. Bundesliga schießen. Wie viele Tore wollen Sie in dieser Saison noch erzielen?

Ich will natürlich noch oft treffen. Ich habe aber keine konkrete Zahl im Kopf. Im Grunde ist es auch egal, wer die Tore schießt. Hauptsache, die Mannschaft ist erfolgreich. Zu meiner Zukunft kann ich noch nicht viel sagen, ich will aber bei einem Klub in Europa spielen.

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