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22. November 2017 | 08:39 Uhr

Krasse Fehler in der Defensive

vom

svz.de von
erstellt am 08.Aug.2012 | 09:36 Uhr

Mit 2:5 (2:2) verlor der FC Hansa gestern beim SC Preußen Münster am 4. Spieltag der 3. Fußball-Liga 2012/13. Nach starkem Beginn mit 2:0-Führung (17.) brachen zu viele krasse Defensivmängel den Ostseestädtern das Genick – sie wurden vermöbelt.

In der Anfangsformation der Gäste gab es keine Überraschung und schon gar keine böse, was bedeutet: Mit dem nach Gelb-Rot-Sperre in die Start-Elf zurückgekehrten Patrick Wolf sowie Holst liefen zwei „richtige“ Innenverteidiger auf. Die Einsatzfähigkeit von Letzterem war ja wegen Bauchmuskelbeschwerden wacklig gewesen. Pelzer brauchte also nicht ein weiteres Mal in der zentralen Abwehr auszuhelfen. Er kehrte auf den Linksverteidiger-Posten zurück, von dem wiederum Blum einen Posten nach vorne ins Mittelfeld rückte. Positionsmäßig musste dafür Berger weichen – Wolf rein, der Österreicher raus, das blieb personell die einzige Änderung im Vergleich zu jenem Team, das beim 4:1 gegen Babelsberg begann.

Der erste Torschuss des Tages durch Jordanov geriet zu zaghaft (2.). Doch wenig später schlug’s schon ein: Geschickt behauptete sich Leemans im Zweikampf und setzte zugleich Blum ein. Der ging sofort zum 60-Meter-Hammer-Sprint über, ließ alle Schwarz-Grünen stehen, die versuchten, sich ihm in den Weg zu stellen, und spielte den Ball dann auch noch präzise hinein in den Strafraum. Plat stand da, wo er eigentlich immer steht, am hinteren Pfosten, und hatte keine Mühe, aus Nahdistanz zu vollenden – 1:0, sein drittes Saisontor (4.).

Mit Glück kamen die Rostocker um den schnellen Ausgleich herum. Im Anschluss an einen Freistoß gab es ein Riesengewusel vor dem Tor von Müller, der Ball landete auch im Netz, zum Glück jedoch Abseits (8.). Es folgte der gigantische Auftritt des kleinen Jordanov. Der rannte mit der Kugel am Fuß irgendwo in der Mitte des Platzes los, legte ein Supersolo auf das samtene Grün und schloss es zur Krönung mit einem Strich unter die Latte zum 2:0 für die Mecklenburger ab. Das war allererste Sahne (17.)! Leider aber schwelgten die Gäste gar zu sehr in Glückseligkeit.

Prompt dauerte es lediglich Sekunden, bis Heise frei zum Schuss kam – nur noch 2:1 (18.). Zehn Minuten später. Wieder einmal hatten die Weiß-Blauen, in diesem Fall Blum, einen Freistoß vor dem eigenen Strafraum verursacht. Der wurde schnell ausgeführt. Siegert flankte zur Mitte, wo Pelzer mit vollem Körpereinsatz zur Ecke rettete. Leider lag dabei aber auch Handspiel vor – Elfmeter für den SCP. Kühne vollstreckte sicher flach nach rechts – 2:2 (28.), und aufgebraucht war er, der komfortabel erscheinende Vorsprung. Erinnerungen an das 4:5 in der vorigen Saison bei Union Berlin wurden wach…

Erst recht, als die Westfalen auch noch in Führung gingen. Nach einem haarsträubenden Stellungsfehler war Taylor auf und davon, wollte an Müller vorbei, es kam zum Kontakt, der Münsteraner fiel – abermals Elfmeter. Kühne verwandelte genau wie beim 2:2 sicher (52.). Nur fünf Minuten danach sorgte Schmidt mit seinem Kopfballtreffer zum 4:2 nach Ecke für die Vorentscheidung. Wolfgang Wolf reizte alle Wechselmöglichkeiten aus. Albrecht, einer der Eingewechselten, hätte es noch mal spannend machen können, doch dieser Pechvogel traf nur Pfosten (62.) und Latte (72.) und vergab eine weitere Großchance (73.). Taylor tat’s besser – 5:2 (83.).


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