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23. Oktober 2017 | 04:46 Uhr

"Klassiker" führt zum goldenen Tor

vom

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2012 | 07:04 Uhr

Bielefeld | Der FC Hansa hat in der 3. Fußball-Liga das 0:3 gegen Osnabrück umgehend vergessen gemacht. Die Rostocker fuhren am Sonnabend mit dem 1:0 beim DSC Arminia Bielefeld den dritten Auswärtssieg hintereinander ein. Das goldene Tor erzielte Smetana (3.). Keeper Hahnel, der zunächst auf der Bank saß, wurde nach seiner Einwechslung in der 86. Minute zum Matchwinner.

Trainer Fascher veränderte zwei Positionen. Quaschner, der zuletzt im rechten Mittelfeld begann, wurde durch Linksfuß Berger ersetzt, und: Hahnel musste Brinkies weichen! Damit stand zum vierten Mal in Folge ein anderer Keeper beim FCH im Kasten: Müller, bis dahin die Nummer eins, verletzte sich vor dem 2:0 beim VfB Stuttgart II während der Erwärmung, Brinkies debütierte. Vier Tage später saß er wieder draußen, und Hahnel rückte auf. Nun also bekam wieder das 19-jährige Talent den Vorzug - bis es mit einer Zerrung ausschied… Unverändert blieb die Grundtaktik mit dem 4-2-3-1-System.

Die Partie begann wunderbar für die ganz in Gelb gekleideten Gäste. Nach zweieinhalb Minuten fuhren sie einen Angriff, wie er bei ihnen inzwischen fast schon ei Klassiker ist: Blum bekommt im Doppelpass mit Weilandt das Spielgerät zurück, bricht zum Flügellauf auf, die Eingabe kommt präzise auf den am hinteren Pfosten stehenden Smetana, Kopfball, 1:0 für Hansa. Auf gleiche Weise hat Blum jetzt bereits drei Saisontore vorbereitet plus eine Ecke ebenfalls von links, die auch zum Treffer führte!

Schnell hätte es 1:1 stehen können, als sich Brinkies im Herauslaufen verschätzte. Der Bielefelder Hille überrannte ihn da, versuchte einzuschieben, Holst jedoch rutschte dazwischen, "klärte" (der Ball flutschte unter ihm hindurch) mit Glück zur Ecke (8.). Aufatmen bei den Ostseestädtern. Doch kurz darauf war schon wieder höchste Defensiv-Konzentration gefragt: Eine Flanke von Hille flog an allen vorbei quer durch den Strafraum, Sekunden später brauste erneut Hille heran, aber diesmal stimmte das Timing von "Pommes" Brinkies (13.).

Anschließend bekamen die Gäste wieder etwas mehr Ruhe rein. Offensiv blieb es allerdings bei Ansätzen. Kurz vor der Pause drehte der "Deutsche Sportclub" noch mal auf, wollte mit aller Macht den Ausgleich. Zum Glück führte jedoch weder ein gefühlvoller Kopfball von Klos nach Flanke von Appiah (38.) noch ein 30-Meter-Freistoß-Geschoss von Salger (41./Brinkies wehrte gut zur Seite ab) zum Erfolg.

Die Rostocker kamen danach noch zu zwei hoffnungsvollen Konterversuchen, in deren Vorbereitung sich jeweils vor allem Mendy hervortat (42., 45.).

Mit Wiederbeginn spannte Hansa vor dem eigenen Strafraum ein engmaschiges Netz, in dem sich die Ostwestfalen, denen bis in die Schlussphase nicht mehr viel einfiel, verfingen. Die Gäste brachten allerdings in der Vorwärts-bewegung auch kaum etwas zustande.

Doch die Begegnung erfuhr noch eine dramatische Zuspitzung: Brinkies musste verletzt raus, Hahnel kam hinein (72.). Und ausgerechnet der Routinier, gegen Osnabrück noch glücklos, rettete den Rostockern den Sieg, als er in der 86. Minute die Doppelchance zum 1:1 (DSC-Trainer Krämer: "Von 20 solcher Situationen gehen 19 rein") glänzend vereitelte. So blieb es trotz optischer Überlegenheit der Gastgeber (u. a. 9:0 Ecken) beim 1:0.


Trainerurteile

Stefan Krämer (Bielefeld): Fußball kann sehr bitter sein. Wir haben schon schlechtere Spiele gewonnen. Die Leistung stimmte, das Ergebnis leider nicht. Aber Fußball ist und bleibt nun mal ein Sport, bei dem du das Tor treffen musst, und wenn du das nicht schaffst, musst du damit rechnen, dass du verlierst. Wir haben einen ärgerlichen Fehler gemacht, der zum 0:1 führte. Aber die Reaktion nach dem Rückstand war klasse.


Marc Fascher (Rostock): Wir fanden mit dem frühen 1:0 überragend ins Spiel, brauchten danach aber Glück und Geschick, um mit der Führung in die Halbzeit zu kommen. Bielefeld hat sehr viel Druck gemacht. In der zweiten Hälfte lösten wir es defensiv richtig gut, bekamen aber leider zu wenig Entlastung hin, wollten eigentlich mehr auf das 2:0 gehen. Wir mussten aus Verletzungsgründen den Torwart wechseln. Vorige Woche gegen Osnabrück sah Jörg Hahnel beim Treffer zum 0:2 nicht gut aus, heute rettete er uns in der 86. Minute den Sieg.

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