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Viele Trinkpausen beim Training des Drittligisten FC Hansa : Kicker kämpfen gegen die Hitze

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Hochsommer an der Ostseeküste. Keine Wolken am Himmel, die Sonne brennt. Es ist heiß in Deutschland. Hansa-Trainer Andreas Bergmann kennt aber kein Erbarmen. Den Strand und das Meer sehen seine Kicker nicht.

svz.de von
erstellt am 24.Jul.2013 | 07:58 Uhr

Rostock | Hochsommer an der Ostseeküste. Keine Wolken am Himmel, die Sonne brennt. Es ist heiß in Deutschland. Hansa-Trainer Andreas Bergmann kennt aber kein Erbarmen. Den Strand und das Meer sehen seine Kicker nicht, vielmehr geht die Arbeit auf dem Platz weiter. "Ich kann das Training ja nicht ausfallen lassen. Am Sonnabend wird auch bei solchen Temperaturen gespielt. Wir müssen nur aufpassen, dass wir uns in den Einheiten keinen ,Knüppel’ laufen", erklärt der 54-Jährige.

Am Sonnabend, wenn die Rostocker am 2. Spieltag der 3. Fußball-Liga beim Neuling in Saarbrücken - dort trägt Elversberg momentan die Heimpartien aus - antreten, werden im Ludwigsparkstadion 35 Grad Celsius und mehr erwartet. "Das ist dann noch etwas anderes als hier oben, wo fast immer eine kleine Brise weht", sagt Bergmann.

Dementsprechend wichtig ist es, dass sich seine Kicker auf diese Bedingungen einstellen. "Viel trinken ist natürlich sehr wichtig. Zudem haben wir im Kabinentrakt auch eine Eistonne, in die die Spieler steigen können", verrät Physiotherapeut Frank Scheller. Des Weiteren sollen die Kicker auf entsprechende Ruhephasen und Regenerationsmaßnahmen achten. "Es wäre jetzt nicht gut, wenn man sich auf den Kunstrasen packt und auf die nächste Einheit wartet", so der Chefcoach. Auch "Schelle" rät den Spielern, sich wenigstens außerhalb des Trainings von der Sonne fernzuhalten. "Die Jungs halten sich auch dran", weiß der Physiotherapeut.

Für Angreifer Halil Savran sind die hohen Temperaturen weniger ein Problem. "Als Fußball-Profi ist man das gewohnt. Im Winter spielen wir bei Kälte und Schnee. Jetzt im Sommer ist es eben warm. Damit müssen wir alle klarkommen. Rumjammern bringt einen nicht weiter. Außerdem geht es dem Gegner ja nicht anders", erklärt der Rostocker.

Ein Verstecken auf dem Platz ist damit in doppelter Hinsicht - im Bezug auf die Sonne und die eigene Leistung - nicht drin. Ein schattiges Plätzchen zum Ausruhen gibt es auf dem Rasen nicht. "So ist es", sagt Julian Jakobs. Der Flügelflitzer hat vielleicht mehr zu leiden als so mancher Teamkollege: "Wir auf Außen absolvieren wahrscheinlich mehr kurze Sprints als zum Beispiel die Jungs in der Innenverteidigung. Doch mir macht das weniger aus", so der Mittelfeldmann.

Aber auch dem 23-Jährigen ist bewusst, dass er bei solchen Bedingungen noch mehr auf sein Kapital, sprich seinen Körper achtet. "Wenn ich jetzt abends zwar keinen Durst mehr habe, dann versuche ich trotzdem noch etwas zu trinken", verrät Jakobs, der totz des schönen Wetters in den vergangenen Tagen auf einen Strandbesuch verzichtete: "Da haben wir im Moment nichts zu suchen. Wir müssen uns erst mal auf dem Platz beweisen. Wenn wir dann mal gewonnen haben, können wir uns an einem freien Tag auch sicher mal am Strand blicken lassen."

Für Coach Bergmann steht nicht nur das Trinken an erster Stelle, sondern auch, "dass die Spieler vernünftig essen". Auch aus diesem Grund wurde das gemeinsame Mittagsmahl an Tagen mit zwei Einheiten wieder eingeführt. Erfreulicher Nebeneffekt: Ein Großteil der Truppe bleibt in den Katakomben der DKB-Arena. "Dann können wir uns richtig ausruhen. Letztens habe ich mich hingelegt und fast anderthalb Stunden geschlafen", so Savran.

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