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FC Hansa Rostock : Ken Leemans beendet Leidenszeit

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"Ab heute geht es aufwärts", sagte Ken Leemans, als er gestern sichtlich geschafft den Trainingsplatz verließ. Knapp eine Stunde lang hatte Hansas Mittelfeldspieler seine erste individuelle Einheit mit Ball absolviert.

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erstellt am 12.Nov.2013 | 06:59 Uhr

Rostock | "Ab heute geht es aufwärts", sagte Ken Leemans, als er gestern Vormittag sichtlich geschafft den Trainingsplatz verließ. Knapp eine Stunde lang hatte Hansas Mittelfeldspieler seine erste individuelle Einheit mit Ball absolviert und etliche Sprints hinter sich gebracht. "Es ist ein gutes Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen. Das Schießen funktioniert ganz gut, auch beim Laufen habe ich keine Probleme. Nur Kondition und Kraft fehlen noch", sagte der 30-Jährige und pustete durch.

Zeit des Aufbautrainings "hat auf Dauer genervt"

Damit geht für den sympathischen Belgier eine sechsmonatige Leidenszeit langsam, aber sicher zu Ende. Nach seinem üblen Schien- und Wadenbeinbruch, den er sich Anfang Mai dieses Jahres im Heimspiel gegen Offenbach (2:2) zugezogen hatte, war an ein Comeback lange nicht zu denken. Zwar verlief die OP reibungslos, doch der Heilungsprozess erwies sich als langwieriger als gedacht. "Ich bin im August hergekommen und habe bis heute im Kraftraum gearbeitet. Später habe ich im Stadion allein meine Runden gedreht", sagte Leemans. Der sonst stets zu Späßen aufgelegte Belgier machte keinen Hehl daraus, dass die Wochen des individuellen Aufbautrainings nicht spurlos an ihm vorbeigegangen sind. "Du siehst deine Mitspieler auf dem Platz und in der Kabine, bist aber kein richtiger Teil der Mannschaft. Das hat auf Dauer genervt", so der Defensivspezialist.

Seit November geht es endlich wieder aufwärts, arbeitet sich Leemans zusammen mit Physiotherapeut Tobias Hamann Schritt für Schritt an das Team heran. "Mittwoch bin ich im Kraftraum, Donnerstag zu Laufeinheiten im Leichtathletikstadion, und am Freitag stehe ich wieder mit Ball auf dem Platz", gab er Einblick in sein wöchentliches Programm. Sofern es keine Rückschläge gibt, hofft Leemans, in zirka vier Wochen wieder mit der Mannschaft trainieren zu können. "Vielleicht kann ich sogar schon in diesem Jahr zwei Spiele absolvieren. Falls nicht, greife ich in der Winterpause an und stehe zu Beginn der Rückrunde wieder auf dem Platz", versprach der Rotschopf.

Zur Freude von Trainer Andreas Bergmann: "Es tut ihm sicher gut, dass diese ewige Durststrecke zu Ende geht. Ken ist bei jeder Besprechung da und Teil der Truppe. Ich hoffe, dass er in der zweiten Halbserie dabei ist."

Kroos greift ein

Roland Kroos gestaltete gestern überraschend die Vormittags-Einheit mit. Der A-Jugend-Coach leitete einzelne Übungen und gab den Profis lautstark Anweisungen. Für Cheftrainer Bergmann nichts Ungewöhnliches: „Er ist jetzt das fünfte oder sechste Mal dabei, hilft uns immer dienstags. Wir arbeiten im Rahmen unseres Talente-Trainings eng zusammen, teilen uns das auf.“

Savran mit Maske

Nach seinem bösen Augenhöhlenbruch brennt Halil Savran bereits auf sein Comeback. Der Stürmer ließ sich in dieser Woche eine spezielle Gesichtsmaske zum Schutz von Auge und Jochbein anfertigen. „Ich will am 23. November bei RB Leipzig unbedingt wieder dabei sein“, hofft der 28-Jährige.

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