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Trainingsplan für den Weihnachtsurlaub : Keine Pause für die Hansa-Kicker

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Mit einem Waldlauf verabschiedete Wolfgang Wolf die Truppe in die Winterpause und drehte selbst einige lockere Runden. Der 54-jährige Fußball-Lehrer entließ die Kicker aber nicht ohne Hausaufgaben in die 16-tägige Pause.

Rostock | Mit einem Waldlauf verabschiedete Hansas Neu-Trainer Wolfgang Wolf die Truppe in die Winterpause. "Es handelte sich nur um ein normales Auslaufen. Nach der Weihnachtsfeier am Abend war es genau das Richtige. Die Mannschaft hatte nach dem 2:2 gegen Dresden noch eine Menge Frust in sich gehabt. Da hätte es keinen Sinn gemacht, auf den Platz zu gehen. Außerdem lerne ich so die Wege kennen, damit wir im neuen Jahr gleich richtig durchstarten können", erklärte der Fußball-Lehrer, der sogar selbst einige lockere Runden drehte: "Das mache ich eigentlich immer, aber natürlich nur in meinem Tempo. Ich bin schon in einem biblischen Alter, und es wäre ja ein Ding, wenn ich genauso schnell laufen könnte wie die Spieler."

Der 54-Jährige entließ die Kicker aber nicht ohne Hausaufgaben in die 16-tägige "Pause". "Jeder hat einen individuellen Plan mit in den Weihnachtsurlaub bekommen. Manche müssen auch zusätzlich noch Krafteinheiten absolvieren. Und es ist auch normal, dass ein ,Mo’ Lartey nach seiner Verletzungspause ein anderes Programm bekommt als die übrigen Spieler", sagte der Coach.

Hanseaten müssen auch an Heiligabend und Silvester laufen

Drei Tage Pause gönnt Wolfgang Wolf den Kickern. Dann stehen die ersten Läufe auf dem Plan. Auch vor Heiligabend und Silvester macht der gebürtige Pfälzer keinen Halt. Kontrolliert werden die Spieler mittels Pulsuhren. Der Coach erwartet topfitte Profis am 4. Januar beim Laktattest zum Trainingsauftakt.

Unter ihnen wird dann auch Kevin Pannewitz sein. Dessen Verbannung aus dem Profikader wegen Disziplinlosigkeit wird im neuen Jahr aufgehoben. Unlängst traf sich Wolf zu einem intensiven Gespräch mit dem talentierten Sorgenkind des FC Hansa. "Wir haben Kaffee getrunken und uns ausführlich unterhalten. Ich habe ihm deutlich erklärt, was ich erwarte. Ich denke, dass er es verstanden hat. Jetzt liegt es an ihm, dass er es auch umsetzt. Dann werden die Mannschaft und ich ihm die Hand reichen. Es kommt einzig und allein auf ihn selbst an", sagte der Trainer.

Trotz nur eines Punktes aus zwei Partien und des unglücklichen Ausgleichs gegen Dynamo Dresden in der zweiten Minute der Nachspielzeit (2:2) während seiner bisher kurzen Amtszeit blickt der neue Mann am Ruder der Kogge positiv in die Zukunft. "Im ersten halben Jahr ging es für Hansa nur bergauf und danach nur bergab - egal, was man auch macht. Jetzt wollen wir den Trend wieder umdrehen", gibt sich Wolfgang Wolf kämpferisch.

Magere zwölf Zähler haben die Norddeutschen nach 19 Runden auf ihrem Konto. Doch der Vorteil aus Sicht des FC Hansa ist, dass es vier weiteren Teams im bisherigen Verlauf der Zweitliga-Saison ähnlich erging. Alemannia Aachen (14. Platz/15 Punkte), der FC Ingolstadt (15./14), der FSV Frankfurt (16./14) sowie der Karlsruher SC (18./12.) stecken in einer vergleichbaren Situation wie der Vorletzte von der Ostseeküste und befinden sich allesamt noch in Reichweite. "Wenn man so will, ist das irgendwie unser Glück. Der Abstiegskampf ist noch nicht entschieden. Meine Erfahrung ist, dass eine Mannschaft, die jetzt 19 oder 20 Punkte hat, häufig noch in der Rückrunde in ein Loch fällt und unten richtig mit reinrutscht. Es ist alles so eng, dass man sich mit zwei Siegen auch ganz schnell herausarbeiten kann", so Wolf.

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erstellt am 19.Dez.2011 | 08:48 Uhr

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