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Fans begleiten Schwerins Volleyballerinnen zum Finale : "Kein Weg ist uns zu weit"

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Am kommenden Sonntag werden die Fans Angela Langner und Solveig Rosenberg beim großen DVV-Pokalfinale zwischen dem Titelverteidiger Schweriner SC und dem VC Wiesbaden dabeisein. Sie begleiten den SSC seit Jahren.

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erstellt am 26.Feb.2013 | 12:07 Uhr

Schwerin | Sie fallen auf und das ist auch am Sonntag beim großen DVV-Pokalfinale zwischen dem Titelverteidiger Schweriner SC und dem VC Wiesbaden keine Frage. "Es werden wieder definitiv die blauen Perücken sein", erzählte Angela Langner gestern unserer Redaktion und fügte an: "Die Vorfreude ist da. Wenn ich am Sonntag in der Halle bin, werde ich bestimmt nervös sein." Vergangenes Jahr stand die 33-Jährige mit Solveig Rosenberg in vorderster Front des SSC-Fanblocks - spätestens seit dem als "gelbe Wand" bezeichnet - im Gerry-Weber-Stadion eben mit dieser "Haarpracht" und in den gelben Pokalshirts. Mit einigen Jungs aus der Fantruppe und weiteren Instrumenten trommelten sie die SSC-Volleyballerinnen zum Pokal-Sieg gegen Vilsbiburg.

"Wir haben sieben Trommeln dabei", kündigte Solveig Rosenberg für das kommende Mega-Event an. Die 38-Jährige freut sich riesig "auf die Atmosphäre in der Halle mit über 11 000 Zuschauern. Das ist so ein Höhepunkt. Wenn du da die ganzen gelben Männchen siehst. Das ist einfach einzigartig", weiß sie. Solveig begleitet den SSC zum dritten Mal nach Ostwestfalen, nur bei der Premiere 2006 im Tennis-Mekka war sie noch nicht dabei, als Schwerin gegen Münster den Pokal gewann.

Trommelstock auf einmal in der Hand

Diesmal machen sich über 1000 Fans auf den Weg nach Halle. Offiziell sind über Sewert-Reisen 1006 gebucht, dann kommen noch welche, die sich direkt über das Stadion ihre Tickets besorgt haben. "Es war eine mutige Ankündigung vom Sportclub, dass sie 1000 Fans mitnehmen wollen, um so schöner, dass es geklappt hat", freut sich Angela Langner, die keinen Auftritt des SSC in Halle verpasst hat.

2002 stieß sie zu den Volleyballerinnen. "Es ist einfach so gekommen. Zuerst war man bei den Heimspielen. Ich bin mal bei einem Spiel an der Fantruppe vorbeigelaufen und habe auf die Trommel gehauen, als ich zurückkam, hatte ich einen Trommelstock in der Hand", erinnert sich die inzwischen von Güstrow nach Rostock gezogene junge Frau. Dann nahm das SSC-Fan-Dasein seinen Lauf. Sogar soweit, dass "ich in der Saison 2005/ 2006 meine Mutter Ursula mitgeschleppt habe. Seitdem ist sie nur selten nicht dabei."

Ähnlich lief es bei Solveig Rosenberg. "Ich bin über meine Kollegin Anna dazugekommen. Zu Anfang hat man irgendwo in einer Ecke gesessen. Irgendwann hieß es, ich sollte mal mittrommeln.Das kann ja nicht so schwer sein, dachte ich mir", sagt der von der Insel Usedom stammende treue Fan aus Schwerin.

Und die beiden - wie eine handvoll Aufrechte - scheuen weder Kosten noch Mühen, um ihre SSC-Damen quer durch die Republik zu begleiten. Selbst rund 1800 Kilometer nach Vilsbiburg zum Pokalhalbfinale zum Jahresende 2012 nahmen sie auf sich. Angela scherzte: "Kein Weg ist uns zu weit."

Und in einem sind sich beide einig: "Wenn man das Ergebnis vom Bundesliga-Spiel am Wochenende sieht (3:0 für den SSC in Wiesbaden - d. A.), hoffe ich, dass das Pokalspiel ein bisschen spannender wird." Die Wahl-Rostockerin "möchte, dass wir 3:0 und jeden Satz mit 25:23 gewinnen", und dabei verfolgt sie eine Devise: "Ich habe nicht das Ziel, mit Stimme nach Hause zu kommen." Wer sie kennt, der weiß, sie trommelt nicht nur ununterbrochen, sondern feuert die Spielerinnen permanent lautstark an. Da kann die Stimme für die nächsten Tag schon einmal ihren Dienst versagen. Ganz so arg ist es bei Solveig Rosenberg nicht: "Ich hatte vergangenes Jahr danach etwas Schwierigkeiten mit dem Hören". Bei der Kulisse und neben Angelas Trommel kein Wunder…

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