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FC Hansa: Mitten im Kampf um die Klasse : "Jeder muss wissen, was Sache, was Tango ist"

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Der FC Hansa Rostock kommt einfach nicht in die Gänge und rutschte nach dem 1:2 bei Wehen Wiesbaden auf den 13. Tabellenplatz ab. Für Trainer Fascher endgültig der Grund, den Kampf um den Klassenerhalt auszurufen.

svz.de von
erstellt am 24.Feb.2013 | 08:09 Uhr

Rostock | "Der Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft", sagt Hansa-Trainer Marc Fascher. Nachdem der Rostocker in den vergangenen Wochen nicht vom Abstiegskampf sprechen wollte, hat sich die Einstellung des 44-Jährigen nach der jüngsten 1:2-Pleite beim SV Wehen Wiesbaden deutlich geändert. "Das war ein sehr wichtiges Spiel, dass wir leider verloren haben. Wir hatten Chancen, um einen Big Point zu setzen. Es passt jedoch zu unserer derzeitigen Situation, dass wir eine bittere Niederlage einstecken mussten. Jetzt müssen wir aber der Realität ins Auge schauen und nichts mehr schönreden. Nun geht es um den Klassenerhalt", so der Fußball-Lehrer.

Seit acht Runden sind die Ostseestädter in der 3. Liga sieglos, holten nur einen von 24 möglichen Zählern und rutschten auf den 13. Platz ab. Der Abstand auf den ersten Abstiegsrang 18, den derzeit der SV Babelsberg (am Mittwoch auswärts Kontrahent des FCH) belegt, beträgt aktuell noch fünf Zähler. "Jeder muss jetzt wissen, was Sache, was Tango ist. Wir müssen uns auf den Abstiegskampf einstellen. Das ist eine neue Konstellation. Der eine oder andere hier muss sicherlich sensibilisiert werden. Wir brauchen an nichts anderes mehr zu denken", so Marc Fascher.

Vor gut drei Wochen sprach der Chefcoach noch davon, möglichst schnell die 44-Punkte-Marke erreichen zu wollen. Mittlerweile nimmt er die 40 Zähler ins Visier: "Eigentlich knapsen wir aber schon viel zu lange an den 30 herum."

Dass es in den kommenden Wochen Schlag auf Schlag geht, die Rostocker drei Nachholspiele (Babelsberg, Darmstadt und Burghausen) zu absolvieren haben, sieht Fascher eher positiv. "Aus meiner Sicht ist es ein Vorteil. Man kommt immer wieder schnell zum Spielen und hat dann nicht so viel Zeit zum Nachdenken", so der Trainer.

Automatisch Punkte gutgeschrieben bekommen die Ostseestädter nur aufgrund dieser Partien allerdings nicht. "Sie müssen auch erst gespielt werden", sagt Hansa-Keeper Kevin Müller, der den Ernst der Lage erkannt hat: "Wir müssen höllisch aufpassen, langsam aus diesem negativen Strudel herauskommen und uns möglichst schnell von der roten Zone entfernen. Auf uns wartet jetzt ein hartes Stück Arbeit. Es werden immer weniger Spiele bis zum Saisonende hin."

Abwehrmann Matthias Holst vermisst die einfachen Tore: "Der Gegner hat es uns vorgemacht. Wir dagegen haben momentan die Scheiße am Hacken, sind nicht zielstrebig genug, um das Ding für uns zu entscheiden." Der Routinier redet nicht um den heißen Brei herum: "Wir sind mittendrin im Abstiegskampf und müssen jetzt erst einmal sehen, dass wir Spiele gewinnen."

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