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Schweriner Volleyballerinnen klettern auf Tabellenplatz 3 : In Hamburg zum Sieg gekämpft

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Nach Feuerwehr-Start und danach viel, viel Kampf gewann seine Mannschaft beim Schlusslicht mit 3:1 (14, 23, -23, 24) und sprang in der Tabelle nach dem fünften Spieltag auf den dritten Rang.

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erstellt am 10.Nov.2013 | 06:22 Uhr

Hamburg | "Hamburg ist in eigener Halle eine sehr unbequeme Mannschaft", hatte Trainer Felix Koslowski die Bundesliga-Volleyballerinnen des Schweriner SC vor der Abreise zum Gastspiel beim VT Aurubis, seit dem Saisonbeginn am 16. Oktober das achte Pflichtspiel, gewarnt. Und er sollte Recht behalten: Nach Feuerwehr-Start und danach viel, viel Kampf gewann seine Mannschaft beim Schlusslicht mit 3:1 (14, 23, -23, 24) und sprang in der Tabelle nach dem fünften Spieltag auf den dritten Rang.

Die Gäste begannen ihr drittes Liga-Auswärtsspiel in Folge, wie man es vom amtierenden Meister und Pokalsieger beim Tabellenletzten erwarten durfte. Nur bis zum 4:4 hielten die Hausherren mit, danach spielte nur noch der SSC. 8:5 und 16:8 hießen die Stationen bis zum 25:14-Satzgewinn. Alles deutete auf ein Debakel für Aurubis hin: Den Hamburgerinnen gelang schlichtweg gar nichts, Schwerin nahezu alles. Acht Zähler für den SSC nach Hamburger Fehlern sagen da schon fast alles.

Aber das war offensichtlich ein Wachrüttler für die Hansestädterinnen. Plötzlich klappten bei ihnen Annahme und Angriff, und vor allem Annika Brinkmann und Sarah Ammermann stellten die Schwerinerinnen bis zur 7:3-Führung immer wieder vor Probleme. Die brauchten etwas, bis sie sich auf die nach dem klaren ersten Durchgang so nicht erwartete Gegenwehr eingestellt hatten. Allmählich aber kamen die Souza Ziegler und Co auf Touren, und ab dem 10:10 hatten die Mecklenburgerinnen Oberwasser. Aber nach dem 23:16 für Schwerin riss der Spielfaden, häuften sich leichte Fehler und kleine Abstimmungsprobleme in der Abwehr. Hamburg kam heran, glich sogar aus. Dann aber ging ausgerechnet ein Aufschlag von Sarah Ammermann ins Netz, Schwerin hatte Satzball und nutzte diesen.

Jetzt aber hatten die Gastgeberinnen Oberwasser, setzten den SSC schon mit den Aufschlägen unter Druck. Der sah sich schon bald mit 5:8, später mit 8:13 im Hintertreffen. Hamburg hielt den Vorsprung konstant, aber von Aufgabe war auf Schweriner Seite keine Spur. Im Gegenteil: Selbst um scheinbar aussichtslose Bälle wurde gekämpft. Zudem gönnte Felix Koslowski Zuspielerin Danica Radenkovic eine kleine Verschnaufpause, überließ kurzfristig Denise Imoudu das Zuspiel und brachte im Außenangriff Carina Aulenbrock für Paulina Vilponen. Beim 22:23 war man wieder dran, dann ein leichter Fehler - Satzball für Hamburg. Den konterte Lousi Souza Ziegler mit brachialer Gewalt, aber beim zweiten Versuch machten es die Schützlinge von Helmut von Soosten besser: 25:23 - der erste Satzgewinn im vierten Ligaspiel.

Im vierten Durchgang blieb die 19-jährige Aulenbrock auf dem Feld. Immerhin brachte es der Neuzugang vom VC Olympia in dieser vergleichsweise kurzen Phase auf sechs Zähler - genausoviel wie zuvor Vilponen. Es blieb ein enges Spiel mit leichten Vorteilen für Hamburg. Aber auch nach einem 13:17 ließ der SSC nicht nach, kämpfte aufopferungsvoll um jeden Ball. Beim 20:20 war der Ausgleich wiederhergestellt, und Schwerin schien einem ungefährdeten Erfolg entgegenzuspielen. Jana Poll, mit 17 Punkten nach Louisi Souza (21) zweiterfolgreichste SSC-Akteurin, Carina Aulenbrock und nicht zuletzt Veronika Hroncekova (14 Punkte) kamen immer wieder am Netz durch. Hamburg kämpfte zurück, wehrte nach dem 22:24 zwei Matchbälle ab - um mit einem Aufschlag ins Aus Schwerin den dritten und letztlich erfolgreichen Versuch zu verschaffen.

"Man hat gemerkt, dass wir - wie alle Mannschaften, die auch Europacup spielen - kaputt und müde waren", sagte Trainer Felix Koslowski. "Aber die Mannschaft hat sich durchgebissen." Als verdiente Belohnung gab es zwei Tage frei. Denn wenn am Mittwoch der nächste Bundesliga-Spieltag ansteht, kann der SSC entspannt zuschauen.

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