zur Navigation springen

Schweriner SC vor drittem Highlight in dieser Saison : In einem Höllentempo Richtung Play-off-Finale

vom

Noch einen Schritt sind die Volleyballerinnen des Schweriner SC vom dritten Saisonziel entfernt. Am Donnerstagabend beim VC Wiesbaden können sie alles klar machen und ins Finale um die deutsche Meisterschaft einziehen.

svz.de von
erstellt am 14.Apr.2013 | 05:31 Uhr

Schwerin | Noch einen Schritt sind die Volleyballerinnen des Schweriner SC vom dritten erklärten Saisonziel entfernt. Am Donnerstagabend im Auswärtsspiel beim VC Wiesbaden können sie alles klar machen und ins Finale um die deutsche Meisterschaft einziehen.

Nachdem sich die SSC-Damen glänzend mit dem Play-off-Einzug in der Champions-League verkauft hatten und den Gewinn des DVV-Pkals am 3. März feierten, stehen sie nun eben mit einem Bein vor dem nächsten großen Highlight dieser Saison.

Am Wochenende durften die Titelverteidigerinnen denn auch erst einmal ausspannen. "Es ist wichtig, dass die Mädels Energie tanken und auch mal an etwas anderes als Volleyball denken", meinte Trainer Teun Buijs. Nach dem grandiosen 3:0 (16, 5, 13)-Erfolg nach nur 62 Minuten im ersten Play-off-Halbfinalspiel am Freitagabend in der heimischen Arena gegen den VC Wiesbaden hatten sich die SSC-Damen das auch wahrlich verdient.

"Ich freue mich, wir haben gut gespielt, nicht locker gelassen und schnell gewonnen", fasste Louisi Souza Ziegler mit einem Lachen zusammen. Dabei untertrieb die Außenangreiferin noch ein wenig. Sie haben nicht nur gut gespielt, sondern genial. "Unser Rhythmus ist zurück. Im ersten Satz brauchten wir ein bisschen, haben aber schnell das Zuspiel korrigiert. Und dann ging’s los", zeigte sich der niederländische SSC-Coach mit der Leistung seines Teams hochzufrieden.

Sein Gegenüber redete nicht lange um den heißen Brei herum: "Es war heute kein kleiner, sondern ein großer Unterschied. Wir konnten das Tempo nicht mitgehen. Ganz einfach gesagt: Wir haben alles falsch gemacht", so Wiesbadens Trainer Andreas Vollmer. Dass der Hauptrunden-Vierte und Pokalfinalist besser spielen kann, weiß man, doch die Vorteile liegen nach der Demontage klar auf SSC-Seite. "Die stehen jetzt gehörig unter Druck. Wir können dort befreit aufspielen", ist sich SSC-Libero Lisa Thomsen sicher.

Ihr Trainer hält zwar den Ball flach: "Wiesbaden wird zu Hause besser spielen." Aber ob das gegen einen wieder vor Selbstbewusstsein strotzenden Hauptrunden-Primus reicht, kann man sich gar nicht vorstellen. Zu dominant agierten die Schwerinerinnen in allen Bereichen, zeigten, dass der Titelgewinn nur über sie gehen wird. Und da ist ja noch der psychologische Vorteil: Bis auf das Hinrunden-Spiel (2:3 - wegen vieler verletzungsbedinger Ausfälle) verließen die SSC-Damen in dieser Saison die weiteren bisherigen drei Duelle gegen die Hessinnen immer als Sieger.

Aber Anne Buijs traut dem Braten noch nicht so ganz: "Im Volleyball weiß man nie, was alles passiert. Wenn wir aber so konzentriert wie heute spielen…", so die Außenangreiferin. Die 21-Jährige lief am Freitagabend zur Höchstform auf. Sie hatte eine Angriffsquote von sage und schreibe 71 Prozent. "Ich glaube, das hatte ich noch nie. Ich habe mich körperlich eigentlich gar nicht so gut gefühlt, aber das hat man wohl gar nicht so gesehen", konnte die Niederländerin nach der Begenung wieder lachen. Sie wurde dementsprechend auch von Wiesbadens Coach als beste SSC-Akteurin ausgezeichnet. "Die Beste heute herauszufinden, ist schwer. Es waren alle in Topform, aber ich habe nur eine Goldmedaille", meinte Vollmer.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen