Schweriner Volleyballerinnen siegen gegen USC Münster : In allen Belangen überlegen

<fettakgl>Ob im Angriff oder im Block</fettakgl>, die Niederländerin Quinta Steenbergen  (r.) war gegen Münster eine Bank auf Seiten des SSC.<foto>Dietmar Albrecht</foto>
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Ob im Angriff oder im Block, die Niederländerin Quinta Steenbergen (r.) war gegen Münster eine Bank auf Seiten des SSC.Dietmar Albrecht

"Es war schon einfach", meinte SSC-Diagonalspielerin Lucia Hatinova nach dem Sieg gegen den USC Münster am Samstagabend. Vor 1251 Zuschauern fertigte der deutsche Doublegewinner die Gäste in nur 70 Minuten mit 3:0 ab.

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20. Januar 2013, 08:24 Uhr

Schwerin | "Es war schon einfach, die haben sehr viele Fehler gemacht", meinte SSC-Diagonalspielerin Lucia Hatinova nach dem leicht-lockeren Sieg gegen den USC Münster am Samstagabend. Vor 1251 Zuschauern fertigte der deutsche Doublegewinner die Gäste in nur 70 Minuten mit 3:0 (10, 15, 21) ab.

Was waren das einst für Duelle gegen den Rivalen aus Westfalen. Doch davon ist der USC inzwischen meilenweit entfernt. Allerdings muss man den Gästen zugutehalten, dass mit den beiden Mittelblockerinnen Ashley Benson und Andrea Berg sowie Außenangreiferin Hana Cutura drei Stammkräfte fehlten. Das könnte in der Liga wohl derzeit nur der Schweriner SC kompensieren. So resümierte denn auch USC-Coach Til Kittel, der den verletzten Axel Büring (Schien- und Wadenbeinbruch, Bruch des Sprunggelenks und Riss des Syndesmosebandes) in den nächsten Wochen vertritt, ganz klar: "Es ist sehr schwer, gegen ein Team zu spielen, das uns in allen Belangen überlegen ist."

Und damit hatte er Recht. Die Schwerinerinnen ließen von Anfang an nichts anbrennen. SSC-Trainer Teun Buijs schickte seinen ersten Sechser aufs Feld. "Mal sehen wie das Spiel läuft, wenn die Möglichkeit da ist, werde ich wechseln", hatte er im Vorfeld angekündigt. Und es lief gut. Nach klaren Führungen (13:3 und 22:9) nahm er erst Außenangreiferin Janine Völker heraus und brachte später für Denise Hanke im Zuspiel Tanja Joachim. Es kam überhaupt kein Bruch ins SSC-Spiel, der Gastgeber zog weiter souverän durch. Im zweiten Satz das gleiche Bild. Ob im Angriff, Block oder in der Feldabwehr: Der SSC zeigte seine Klasse. Denise Hanke führte einmal mehr überragend Regie und erhielt von USC-Coach Til Kittel die Auszeichnung als beste SSC-Spielerin. Insbesondere hatte "Nisi" in Quinta Steenbergen eine dankbare Abnehmerin für ihre Zuspiele. Die niederländische Mittelblockerin war mit 15 Punkten einer der größten Garanten für den Erfolg. Nach souveräner 9:2-Führung in Satz zwei wechselte Teun Buijs in der Folge noch mehr, schickte auch Sthéfanie Tiele auf Diagonal und Mittelblockerin Wiebke Offer aufs Parkett. Es ging weiter mit der beeindruckenden Vorstellung gegen die in den ersten beiden Sätzen völlig überforderten Gäste.

Eigentlich ist der USC bekannt für sein Kämpferherz, glänzt mit tollen Abwehraktionen. Doch das gelang erst im dritten Durchgang als der SSC ein bisschen nachließ. "Das ist normal", meinte dazu Teun Buijs, der "sehr zufrieden damit war, dass auch die Wechsel so gut geklappt haben." Außenangreiferin Lousi Souza Ziegler war es nach nur 70 Minuten vorbehalten, den Matchball zu versenken.

USC -Coach: "Hinfahren und gewinnen"

Diese Pflichtaufgabe erledigte der SSC meisterlich. "Das war ein gutes Training", meinte der SSC-Trainer schon im Hinblick auf die hammerharte Aufgabe um den Viertelfinal-Einzug in der Champions League am Donnerstagabend bei Italiens Meister Busto Arsizio. Til Kittel gab dem SSC einen kurzen, aber knackigen Wunsch mit auf den Weg: "Hinfahren und gewinnen. Wir drücken die Daumen." Genauso wünschten die Schweriner dem USC-Trainer Axel Büring eine schnelle Genesung.

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