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18. November 2017 | 13:21 Uhr

Immerhin blieb die Zeit zum Winken

vom

svz.de von
erstellt am 24.Jun.2010 | 07:55 Uhr

Johannesburg | Dass sie nach dem 1:0 gegen Ghana am Ende Seite an Seite mit Jogis Löwen Soccer City verließen, glaubt ihnen sicherlich kein Mensch. Und auch unsere Südafrika-Fahrer Tom und Katrin Hohmeyer aus Lübz , Hauptgewinner unserer WM-Aktion mit Fielmann "Wir machen Weltmeister", hätten sich das wohl kaum träumen lassen. Nun gut, es war nicht wirklich lange, dieses Seite an Seite. Dafür war der Bus der deutschen WM-Elf, eskortiert von blaulichternden Polizei-Motorrädern, ganz einfach zu schnell, als er auf der Autobahn von Soweto nach Johannesburg am vergleichsweise langsamen Gefährt unserer kleinen Reisegruppe vorbeizog. Aber Zeit zum Winken blieb immerhin.

Und außerdem war diese "Begegnung" am Donnerstag früh um 0.07 Uhr der Punkt auf dem i eines Tages, der rund 40 Stunden vorher - noch zu Hause - angefangen hatte.

Vielleicht werden sich beide eines Tages an diese Episode gar nicht mehr erinnern, das WM-Spiel im mit 83 391 Leuten aus aller Welt gefüllten Fußballtempel Soccer-City-Stadium, das der der deutschen Elf nach langem Zittern den Einzug ins Achtelfinale brachte, wird sicherlich unvergesslich bleiben. "Das ist hier alles so geil", wiederholte der knapp 14-jährige Tom schon lange vor dem Anpfiff ein ums andere Mal und bekam das freudige Strahlen gar nicht wieder heraus aus dem Gesicht. Auch Mutter Katrin konnte sich "gar nicht vorstellen, dass man hier wirklich live dabei ist".

Dabei hatten beide schon am Nachmittag beim Public Viewing in Soweto, wo nach kurzem Einchecken im Hotel das müde 1:0 der Engländer gegen die Slowenen auf dem Programm stand, inmitten von Fans aus aller Welt schon WM-Luft geschnuppert und Fans aus aller Welt getroffen. Im Stadion, in der VIP-Lounge hinter dem linken Tor, waren Schwarz-Rot-Gold-Kostümierte weitestgehend unter sich. Erst beim Bangen und Daumendrücken, dann beim Torjubel und bei der Siegesfeier.

Ein wichtiger Punkt aber blieb am ersten Tag noch ungeklärt: Als Fußball-Autogrammjäger konnte sich Tom noch nicht profilieren. Dabei hatte es so gut angefangen, als er im Flieger, zwei Reihen vor Heiner Brand sitzend, dem Handball-Bundestrainer eine Unterschrift abjagen konnte. "Als Überraschung für meinen Kumpel Paul, der Handball spielt", wie Tom aber natürlich nicht verraten will. Nur den Fußballern ist er bislang noch nicht näher gekommen als beim ungleichen Rennen auf der nächtlichen Autobahn. Aber wer weiß, hier kann ja noch viel passieren.

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