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Schweriner SC siegt in Wiesbaden : Im Tiebreak Oberhand behalten

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Es war mal wieder eine Achterbahn-Fahrt der Volleyballerinnen des Schweriner SC. Am Samstagabend jubelte der deutsche Meister dann doch beim VC Wiesbaden. Doch bis der Erfolg feststand, war es ein hartes Stück Arbeit.

svz.de von
erstellt am 12.Feb.2012 | 07:22 Uhr

Wiesbaden | Es war mal wieder eine Achterbahn-Fahrt der Volleyballerinnen des Schweriner SC. Am Samstagabend jubelte der deutsche Meister dann doch beim VC Wiesbaden. Nach einer 2:0-Satzführung musste die Mannschaft von SSC-Trainer Teun Buijs erst noch den Ausgleich hinnehmen, um im Tiebreak wieder die Zügel in die Hand zu nehmen. Schließlich stand nach 105 Minuten der 3:2 (20, 12, -12, -22, 7)-Erfolg fest.

Es war ein verrücktes Spiel. Zwei Sätze lang dominierten die Schwerinerinnen, der VCW fand so gut wie nicht statt. "Das war viel zu harmlos, viel zu langsam", kritisierte Wiesbadens Trainer Andreas Vollmer. Die Aufschläge waren eher Kapitulations- denn Kampfansagen. Und die Annahme wackelte in schon oft erlebter Art und Weise. Kurz gesagt: "Wiesbaden hat extrem viele Fehler gemacht", stellte SSC-Zuspielerin Denise Hanke fest.

Dann aber das Wunder. Aus der Zehn-Minuten-Pause, die traditionell die Sätze zwei und drei trennt, kam der VCW wie verwandelt zurück. "Wir konnten mal in uns gehen, einzelne haben auch ihre Meinung zum Spiel gesagt", erklärte Spielführerin Regina Burchardt, "warum es dann so hervorragend geklappt hat, das kann ich aber nicht erklären."

Hervorragend heißt: Der VCW spielte stabil, aggressiv, mit Wille und Qualität. Auf hohem Niveau. Der SSC wirkte überrumpelt, ratlos. "Das war frustrierend, wir haben alle angefangen, nachzudenken", gab Denise Hanke zu. Aber: Der SSC stand wie beim Sieg in Münster, als er ebenfalls einen 2:0-Vorsprung verspielte, wieder auf. "Wir wussten ja, wie es geht", lächelte die Nationalteam-Zuspielerin, "es ging wieder bei 0:0 los." Und tatsächlich: Die Gäste punkteten und blockten sich zum achten Auswärtssieg. "Sie haben die Punkte im Tiebreak zum richtigen Zeitpunkt gemacht", sagte VCW-Mittelblockerin Micheli Tomazela.

Für den SSC war der vierte Tiebreak-Auswärtssieg vielleicht ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Platz zwei, nachdem der Dresdner SC verloren hat. "Alle Siege sind wichtig", relativierte Denise Hanke. Sie freute sich vor allem über einen erneuten Auswärtscoup: "Damit erst gar nicht die Denke aufkommt, Heimspiele und Auswärtsspiele seien unterschiedlich schwer zu gewinnen."

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