Im schnellen Buggy-Duo zur Baja 1000

Flugeinlage von Armin Kremer bei der  Baja Powerdays Germany 2009 in der Lausitz.Bohne
Flugeinlage von Armin Kremer bei der Baja Powerdays Germany 2009 in der Lausitz.Bohne

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17. November 2010, 11:22 Uhr

Schwerin | Jetzt gehts richtig ab: Am kommenden Wochenende steigt auf der mexikanischen Halbinsel Baja California die "Score Baja 1000", letzter Lauf zur bestbesetzten und am härtesten umkämpften Offroad-Rennserie der Welt. Der legendäre Geländeritt über 1062 Meilen (rund 1710 km) gilt als der ultimative Härtetest für Mensch und Maschine - ein Höllenritt vom Start in Ensenada im Norden der mexikanischen Halbinsel Baja California bis in den Süden nach La Paz. Nonstop über extremste Schotterpisten, immer "volle Pulle" und dies bei Tag und Nacht - wilder ist kein Westen!

Mit dabei Mecklenburgs Rallye-Ass Armin Kremer. Der Geschäftsführer der Mecklenburger Landpute saß am vergangenen Sonnabend noch in seinem Büro in Severin, Sonntag galt es Sachen packen und am Montag folgte der Flug von Berlin/Tegel über München nach Los Angeles (USA). Von dort ging es per Mietwagen weiter nach San Diego, wo ihn ein Teammitglied erwartete und den Mecklenburger über den berühmt-berüchtigten Grenzübergang USA/Mexico bei Tijuana gestern zum Startort der 47. Baja 1000 Ensenada brachte.

Das kalifornisch-deutsche Team AGM bläst mit zwei topbesetzten Buggys zum Angriff. Neben der bekannt schnellen und erfolgreichen Paarung Armin Schwarz (D) und Martin Christensen (USA), die mit ihrem Class-1-Buggy zwei der fünf Rennen der Score Serie 2010 gewinnen konnten (San Felipe 250 und Primm 300), wird eine weitere Crew im zweiten, rund 640 PS starken AGM-Buggy starten. Dazu gehören neben dem mehrfachen deutschen, Europa- und Asien-Pazifik-Rallyemeister Armin Kremer der Produktionswagen-Rallye-Weltmeister von 2008, Andreas Aigner aus Österreich, sowie US-Boy Jim Mihal.

Über 300 Teilnehmer haben zur "Score Baja 1000" genannt. Beim "Draw", der so genannten Ziehung der Startplätze, wurde dem AGM-Duo Schwarz/Christensen die Startnummer 108 zugeteilt. Damit geht Startfahrer Schwarz hinter 35 "Trophy Trucks" (850 PS-Monster) als Achter der Class-1-"Unlimited-Buggys" auf die Strecke. Kremer/Aigner/Mihal sind mit Startnummer 112 zwei Minuten nach ihren Teamkollegen an der Reihe. Startfahrer Kremer: "Bei 30-Sekunden-Startintervallen ist es wichtig, zügig aus dem Verkehr rauszukommen, um nicht dauernd den Staub der Konkurrenten zu schlucken." Zudem müssen Schwarz und Kremer aufpassen, dass zwar Tempo gemacht wird, dabei die Buggys aber nicht überbeansprucht werden.

Armin Kremer: "Die Baja 1000 ist lang und brutal, die Pisten sind Härtegrad 10, schlimmer geht es kaum noch. Gefahren wird nonstop bei Tag und Nacht, ich werde den ersten Part gegen 12:45 Uhr Ortszeit in Angriff nehmen. Rund 450 Kilometer habe ich dann bis zur Fahrzeugübergabe an Andreas Aigner, sechs bis sieben Stunden härtester Einsatz."

Danach geht es für Armin Kremer sofort Richtung Ziel La Paz. Die Chance, zur Zielankunft pünktlich einzutreffen, ermöglicht sich nur über einen Flug von Mexicali nach La Paz. Am Montagabend hofft Kremer dann wieder in Berlin-Tegel zu landen.

Kremer: "Alles in allem eine ultimative Herausforderung der besonderen Art, ich freue mich auf den Höllenritt."

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