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Hansa Rostock : "Ich muss mehr auf meine Arme aufpassen"

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Zwar tritt die Mannschaft des FC Hansa in der 2. Bundesliga geschlossen auf, doch kosten individuelle Patzer regelmäßig Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Ein Absturz in die 3. Liga wird immer wahrscheinlicher.

svz.de von
erstellt am 19.Mär.2012 | 07:49 Uhr

Ros-tock | Zwar tritt die Mannschaft des FC Hansa in der 2. Fußball-Bundesliga mannschaftlich geschlossen auf, doch kosten individuelle Patzer regelmäßig wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Bei vier Zählern Rückstand auf den Abstiegs-Relegationsplatz sowie sieben Punkten zur direkten Rettung scheint ein Absturz in die 3. Liga bei noch acht ausstehenden Runden immer wahrscheinlicher zu werden.

Beim 2:2 in Karlsruhe unterlief Tom Weilandt ein folgenschweres Handspiel im eigenen Strafraum, infolge dessen Alexander Iaschwili per Elfmeter den Endstand besorgte. Zuvor kosteten ein Eigentor von Stephan Gusche beim 1:2 gegen Ingolstadt sowie ein Stellungsfehler von Keeper Kevin Müller beim 2:3 in Braunschweig wertvolle Zähler. "Mir geht es beschissen. Ich war froh, dass ich vom Trainer die Chance bekam, wollte was zeigen. Es war ein wichtiges Spiel für uns. Wir brauchen die Punkte. Daher ist es doppelt bitter", sagte Weilandt.

Es lief die 79. Minute im Karlsruher Wildparkstadion, als Iaschwili in den Rostocker Strafraum flankte. "Hille" klärte mit der Hand - unbewusst, wie er versichert: "Ich habe mich verschätzt. Es kam ein hoher Ball, und ich dachte, dass mein Vordermann ihn kriegt. Ich habe mich umgedreht, und schon landete er an einer Hand."

Für den Youngster war es nicht das erste Vergehen in dieser Spielzeit, bei dem sein Arm eine Rolle spielte. In der Heimpartie gegen den FC St. Pauli (1:3) traf er Kontrahent Fabian Morena mit dem Ellenbogen im Gesicht und sah dafür die rote Karte (8.).

"So etwas ist mir bisher noch nie passiert, und jetzt gleich zweimal in einer Saison. Ich muss mehr auf meine Arme aufpassen", so der Mittelfeldmann, der auf der knapp zehnstündigen Heimfahrt aus Karlsruhe mit seinem Vater, der Hansa-Legende Hilmar Weilandt (405 Einsätze für den FCH), telefonierte. "Er hat versucht, mich aufzubauen, und gesagt, dass ihm auch schon solche Dinge passiert sind, aber ich den Kopf nicht hängen lassen und weitermachen soll."

Das ist in der prekären Situation des FCH leichter gesagt als getan. Doch auch vom Trainer erhielt Tom volle Unterstützung: "Solch ein Fehler ist schwer zu entschuldigen, aber er versuchte mich aufzubauen, will mich nicht fallen lassen. Ich werde Gas geben. Das Gute am Fußball ist, dass man relativ schnell wieder die Chance zur Wiedergutmachung bekommt."

Hansa intern:
Lazarett: Kevin Müller (Pferdekuss im Oberschenkel), Sebastian Pelzer (Beschwerden an der Ferse sowie Achillessehne), Matthias Holst (Knöchelprobleme), Michael Wiemann (Oberschenkelblessur) und Timo Perthel (Augenbeschwerden) plagen sich derzeit mit Wehwehchen herum und konnten gestern nicht trainieren. „Nach der langen Busfahrt stand Regeneration auf dem Programm. Wir hoffen, dass die meisten am Mittwoch wieder dabei sind“, so Co-Trainer Steffen Baumgart. Heute ist frei.

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