Holger Schneider schwingt sich auf Empors Trainerstuhl

<strong>Klare Ansage:</strong> Sportdirektor und Trainer Holger Schneider peilt mit dem HC Empor in der kommenden Saison schnellstmöglich 48 Punkte an. <foto>Georg Scharnweber</foto>
Klare Ansage: Sportdirektor und Trainer Holger Schneider peilt mit dem HC Empor in der kommenden Saison schnellstmöglich 48 Punkte an. Georg Scharnweber

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09. Juli 2010, 08:39 Uhr

Rostock | Die Spatzen pfiffen es schon längst von Rostocks Dächern. Nun ist es endlich raus: Der 99-fache Ex-Nationalspieler Holger Schneider führt den HC Empor Rostock als Cheftrainer mit dem Ziel in die neue Saison, die Qualifikation für die ab dem Spieljahr 2011/12 kommende eingleisige zweiten Handball-Bundesliga zu schaffen. "Das wird aber eine hammerharte Saison. Viele Mannschaften haben enorm aufgerüstet. Auch wir stecken alles Mögliche in ein schlagkräftiges Team. In der am Montag um 17 Uhr in der Sporthalle Kopenhagener Straße beginnenden Vorbereitung wollen wir mit einer Vielzahl von Testspielen garantieren, von Minute eins ein hohes spielerisches Niveau zur schnellstmöglichen Erreichung von 48 Zählern zu erlangen", sagte Schneider auf der gestrigen Pressekonferenz des Vereins.

Bis zuletzt hatte der Sportdirektor und Mit-Geschäftsführer der Empor Handball GmbH die Öffentlichkeit im Unklaren gelassen, ob er sich in Abstimmung mit den Führungsgremien des Traditionsvereins auf den Posten des Cheftrainers "hievt" und gesagt: "Das Team und das Drumherum im HCE, dem mit Blick auf die Zukunft durch strukturelle Veränderungen noch professionellere Züge gut zu Gesicht stehen würden, müssen stimmen."

Seit Monaten hatte Holger Schneider, der zwischenzeitlich lukrative Angebote der Erstligisten Magdeburg und Melsungen ausschlug, an der Verwirklichung seines Zieles, "den Rostocker Handball nach dem ersten Einhauchen der Überlebensfähigkeit, wieder zu alter Stärke zu führen", nicht nur "gebastelt", sondern Mosaikstein für Mosaikstein aneinander gefügt.

Nun steht das Team, und auch die Mitgliederversammlung hat am Donnerstag mit der dafür notwendigen Zweidrittel-Mehrheit der Satzungsänderung zum Halten von nur minimal 25,1 Prozent der GmbH-Gesellschaftsanteile durch den Stammverein zugestimmt. Der Einzug privater Investoren, zu denen Schneider selbst sowie Dr. Ulf Zierau (Leiter einer Berliner Privat-Klinik für Gefäßchirurgie) und Magdeburgs Ex-Manager Bernd-Uwe Hildebrandt gehören werden, wird ermöglicht.

Schneider wird mit einem 18-köpfigen Kader die neue Saison bestreiten. Bis auf Rechtsaußen sind alle Positionen doppelt besetzt, kann speziell im Rückraum variiert werden. "Wir müssen uns noch besser als bisher auf das Spieljahr vorbereiten, intensiver und härter trainieren. Das auch vormittags. Da wird es kein individuelles Agieren mehr geben", kündigte der 46-Jährige an.

Empor informierte zugleich über die nach Alexander Ladig vorerst letzte Neuverpflichtung: "Für den Rückraum haben wir den 45-fachen bulgarischen Nationalspieler Todor Ruskow mit einem Einjahresvertrag ausgestattet. Überhaupt laufen die Kontrakte der meisten Spieler mit dem Blick auf die Qualifikation für die eingleisige Liga nur zwölf Monate."

Ruskov, 1,95 m groß, spielte zuletzt in der ersten Liga Griechenlands und weilte im Januar zum Probetraining in Rostock.

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