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Der Stuhl des Hansa-Trainers wackelt gewaltig : Heute letztes Spiel für Wolfgang Wolf?

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Heute ist der SV Wehen Wiesbaden zu Gast beim FC Hansa Rostock. Dieses Duell hätte ein Spitzenspiel sein können. Beide Teams zählten sich vor der Saison zu den Aufstiegsanwärtern. Jetzt ist es ein Duell 13. gegen 15.

svz.de von
erstellt am 31.Aug.2012 | 08:11 Uhr

Rostock | 8. Spieltag in der 3. Fußball-Liga: Heute ab 14 Uhr ist der SV Wehen Wiesbaden zu Gast beim FC Hansa Rostock in der DKB-Arena. Dieses Duell hätte viele Mottos trägen können.

Zum Beispiel Spitzenspiel. Beide Teams zählten sich vor der Saison zu den Aufstiegsanwärtern. Jetzt ist es ein Duell 13. gegen 15., der FCH ist seit vier Partien ohne Sieg, Wehen wartet seit sechs Spielen auf einen Dreier.

Es hätte auch die triumphale Rückkehr vom unter den Fans immer noch sehr beliebten Aufstiegscoach Peter Vollmann sein können. Der jetzige Coach der Gäste führte Hansa in der Saison 2010/11 sensationell von der 3. in die 2. Liga zurück, ehe er dort nach der ersten Halbserie und Platz 17 vom (noch) aktuellen FCH-Coach Wolfgang Wolf abgelöst wurde.

Gut neun Monate später hat sich gezeigt, dass der Trainerwechsel nichts gebracht hat. Unter Wolf stürzte Hansa sang- und klanglos als 18. wieder in die Drittklassigkeit ab. Und anders als im Sommer 2010 deutet diesmal nichts auf einen direkten Wiederaufstieg hin. Nur acht Punkte nach sieben Partien sind für die Rostocker Ansprüche eindeutig zu wenig. Die Geduld der Club-Bosse scheint am Ende. Während FCH-Neuzugang Leonhard Haas "von einem richtungweisenden Spiel spricht", geht es heute vor allem um die Zukunft von Trainer Wolf.

Doch hat der 54-jährige Pfälzer überhaupt eine Zukunft in der Hansestadt? Möglicherweise kann selbst ein heutiger Erfolg den Coach nicht mehr retten. Der Rückhalt für Wolf bröckelt immer mehr. Nach Informationen unserer Zeitung geht es der Vereinsführung vor allem um die Art und Weise der Auftritte. Die Bosse wollen in erster Linie deutliche Fortschritte im spielerischen Bereich sehen.

Auch im Umgang mit der Mannschaft soll es Probleme geben. Einige Personal-Entscheidungen des Trainers werden angezweifelt. Lucas Albrecht, der in Darmstadt (1:1) nicht zum Kader gehörte, in Burghausen (0:2) jedoch in der Start-Elf stand, wird heute nur auf der Tribüne sitzen.

Mittlerweile haben offenbar auch die Fans die Nase voll. Nur zwischen 6000 und 8000 Zuschauer werden heute erwartet. Das würde einen Minusrekord für Drittliga-Verhältnisse bedeuten. Noch nie kamen zu einem Hansa-Heimspiel unter 10 000 Besucher. Schon im Pokalspiel gegen Kaiserslautern, als nur 7700 Fans kamen, deutete sich dieser Trend an.

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