Heringsdorf deutsche EM-Metropole

<strong>Rechtzeitig fertig:</strong> Heute beginnen auf der Heringsdorfer Bühne die EM-Übertragungen, ab Sonntag meldet sich das ZDF live von hier. <foto>Foto: dpa</foto>
Rechtzeitig fertig: Heute beginnen auf der Heringsdorfer Bühne die EM-Übertragungen, ab Sonntag meldet sich das ZDF live von hier. Foto: dpa

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08. Juni 2012, 09:18 Uhr

Heringsdorf | Am Horizont ankern die später zum polnischen Swinemünde einlaufenden Frachter. Eine leichte Brise weht Katrin Müller-Hohenstein am Strand von Heringsdorf auf der Insel Usedom ins Gesicht. So ein schönes Set habe sie noch nie gehabt, sagt die ZDF-Sportmoderatorin gestern begeistert: "Ich bin doch selbst so ein richtiger Meer-Fan. Die Übertragungen der EM-Spiele in dieses außergewöhnlich schöne Studio werden für mich eine ganz besondere Herausforderung sein."

Die Bezeichnung Studio wirkt untertrieben für die riesige ZDF-Arena nahe der Heringsdorfer Seebrücke mit vier Pavillons und einem 1000 Zuschauer fassenden Strandstadion mit Liegestühlen, Strandkörben und Imbissständen. Dahinter ragt eine 50 Quadratmeter große LED-Wand aus dem Wasser, auf der heute zum ersten Public Viewing das Auftaktspiel zwischen Polen und Griechenland übertragen wird. Am Sonntag wird Müller-Hohenstein zusammen mit Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn erstmals auf einer der Bühnen am Ufer stehen und das Geschehen im Nachbarland kommentieren.

Mehrere Hundert Techniker von 30 Firmen hatten in den vergangenen Wochen einen 400 Meter langen Strandabschnitt in eine maritime Fanmeile verwandelt. Nie zuvor habe sich das ZDF hier so sehr engagiert, sagt Programmchef Christoph Hamm. Neben den reinen Sportübertragungen sollen auch noch weitere Sendungen zur EM auf Usedom produziert werden. "Die Ausstrahlungen am Strand beginnen schon kurz nach Sonnenaufgang mit der Live-Übertragung des ZDF-Morgenmagazins gegen 5.30 Uhr", kündigt Hamm an. Auch Formate wie "Volle Kanne", der "ZDF-Fernsehgarten" oder die Kochsendung "Lafer!Lichter!Lecker!" würden bis Juli an der Ostsee produziert. Darüber hinaus soll es Filmvorführungen und Konzerte geben.

Einen Strich durch die Rechnung könnte den Plänen nur noch das Wetter machen. Mit Windstärke sechs und wetterfesten Zuschauern sei alles noch gut zu händeln, ist sich Hamm sicher. Ein richtiger Sturm aber würde das Moderatoren-Duo in ein verglastes Schlechtwetterstudio auf die Seebrücke verbannen. Allenfalls eine Sturmflut - im Sommer eher selten - könnte die ganze ZDF-Arena unter Wasser setzen.

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