SSC: Der Kampf um die Meisterschaft beginnt : Heiße Phase der Titelverteidigung startet

<fettakgl>Mit der Unterstützung</fettakgl> ihrer tollen Fans wollen die SSC-Volleyballerinnen heute den ersten Schritt Richtung Play-off-Halbfinale machen. <foto>Dietmar Albrecht</foto>
Mit der Unterstützung ihrer tollen Fans wollen die SSC-Volleyballerinnen heute den ersten Schritt Richtung Play-off-Halbfinale machen. Dietmar Albrecht

Mit dem Pokalsieg im Rücken nimmt der Schweriner SC den Kampf um die deutsche Meisterschaft in Angriff. Mit dem heutigen Heimspiel gegen den SC Potsdam beginnen für Schwerins Volleyballerinnen die Play-offs.

svz.de von
29. März 2013, 05:12 Uhr

Schwerin | Mit dem Pokalsieg vom 3. März im Rücken nimmt der Titelverteidiger Schweriner SC nun die heute um 19 Uhr mit dem Heimspiel in der Arena gegen den SC Potsdam beginnende entscheidende Phase im Kampf um die deutsche Meisterschaft in Angriff. In den vergangenen Tagen fieberte der allseits erklärte Favorit und seine Fans gleichermaßen dem Play-off-Auftakt entgegen. "Endlich haben wir mal wieder ein richtiges Spiel. Das letzte ist schon drei Wochen her und da haben wir ja auch nur eineinhalb Sätze gespielt", freut sich nicht nur SSC-Trainer Teun Buijs auf das Viertelfinal-Heimspiel gegen den Hauptrunden-Achten aus Potsdam. Zur Erinnerung: Am 9. März war die letzte Hauptrundenpartie gegen die Roten Raben Vilsbiburg wegen Stromausfalls in der Arena abgebrochen worden.

SSC-Jungs dreimal geschlagen

So standen in den vergangenen zweieinhalb Wochen intensive Übungseinheiten auf dem Programm. "Die Mädels wollten in der vergangenen Woche gar nicht mehr trainieren", berichtete der niederländische Coach lachend, der kurzerhand mit der männlichen SSC-Jugend von Trainer Marco Liefke drei Testspiele vereinbarte. "Das ist ein bisschen anders gegen die Jungs zu spielen, sie schlagen schon härter. Wir haben aber alle drei Spiele gewonnen", berichtete Außenangreiferin Anne Buijs. Ihr Vater meinte allerdings: "Training und die Spiele gegen die Jungs sind etwas einfacher als Pflichtspiele."

So sieht der 53-Jährige auch sehr gespannt auf die heutige Begegnung: "Es wird sicher interessant werden, wie lange wir brauchen, unseren Rhythmus zu finden." Die gewohnte Spielpraxis fehlt dem Favoriten derzeit. Der Gegner hingegen steht voll im Saft. Die Potsdamerinnen mussten in den vergangenen zwei Wochen in den Pre-Play-offs gegen Köpenick ran. Und das Team aus Brandenburgs Landeshauptstadt kommt ebenso mit riesiger Freude nach Schwerin. "Mehr kann man sich nicht wünschen, als noch mindestens zweimal gegen Schwerin zu spielen", sagte Potsdams Trainer Alberto Salomoni. Sein Team erreichte erstmals in der Bundesliga-Geschichte die Play-offs. "Das ist für uns kein leichter Aufgalopp. Potsdam hat mit der Teilnahme an den Play-offs schon sehr viel erreicht. Sie haben absolut nichts zu verlieren", weiß SSC-Libero Lisa Thomsen. Die 27-Jährige ist sich aber sicher: "Wenn wir unsere Leistung bringen, dann gewinnen wir." Aufpassen müssen sie und ihre Teamkolleginnen auf die argentinische Angreiferin Lucia Daniela Fresco. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt im Potsdamer Spiel.

Schrecksekunde bei Quinta Steenbergen

Und da liegt der Vorteil allerdings klar auf SSC-Seiten. Der Pokalsieger und Titelverteidiger kann die Angriffslast auf viele Schultern - ob nun über Außen, Diagonal oder Mitte - verteilen. Und Teun Buijs kann heute personell aus dem Vollem schöpfen, auch wenn der SSC am Mittwochmorgen eine Schrecksekunde zu verdauen hatte. Mittelblockerin Quinta Steenbergen verletzte sich im Training am Daumen. "Es ist nichts Schlimmes. Mit einem Tape ist sie morgen dabei", so der Coach gestern.

So ist alles für ein weiteres Volleyballfest in der Arena gerüstet. Und im Anschluss an die Partie gibt es noch das Pokalsieger-Freibier für alle Fans, die im gelben SSC-Shirt kommen.

Die weiteren Ansetzungen, Play-off-Viertelfinale: Vilsbiburg - Hamburg; Wiesbaden - Stuttgart; Dresden - Münster.

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