zur Navigation springen
Sportticker

11. Dezember 2017 | 20:13 Uhr

HCE spielt Gastgeber Aue an die Wand

vom

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2012 | 07:08 Uhr

Aue | Der HC Empor Rostock hat die Festung Erzgebirgshalle gestürmt. Mit 31:25 (16:10) fuhren die Hansestädter beim EHV Aue ihren ersten Auswärtssieg in der 2. Handball-Bundesliga ein. "Das waren zwei wichtige Zähler. Die Mannschaft hat gezeigt, wozu sie in der Lage ist", freute sich Trainer Rastislav Trtik. Und Empors mit auf der Bank sitzender Geschäftsführer Norbert Henke meinte: "Das Team hat nach dem Ausfall von Tom Wetzel (Pferdekuss/d. Red.) Trotzreaktion gezeigt, die taktischen Vorgaben umgesetzt."

"Jetzt erst recht" sagten sich die Hansestädter nach dem frühen Verzicht (14. Minute) auf den linken Rückraumspieler. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gastgeber vor 1450 Zuschauern 5:4. Aber bereits in der Anfangsviertelstunde war zu sehen, dass den Erzgebirglern die offensive Abwehrvariante nicht behagte. Deren Coach Runar Sigtrygsson bekannte nach Spielschluss: "Gegen die offensive Variante fanden wir kein probates Mittel."

Trtik musste reagieren, stellte den Angriff um. Sven Thormann und Sascha Todosijevic waren mit ihren Qualitäten gefragt. Und sie riefen ihr Vermögen auch ab. An der Seite des trotz Kniebeschwerden überragenden Gabor Langhans "erschossen" sie die Gastgeber. Zudem kamen die Konter wie Nadelstiche. Empor enteilte bis zum 16:10 zur Pause - halbe Miete im Kasten.

Doch nach Wiederanpfiff gab es ein kurzes Stottern. Ein Dreierpack brachte EHV auf 16:18 (36.) heran. Trtik reagierte: Grüne Karte auf den Tisch - Timeout. Die Worte des 52-Jährigen stießen nicht auf taube Ohren. Empor sammelte sich, spielte die Angriffe konzentriert aus und legte eine gute Abschlusseffektivität an den Tag (23:16/43.)

Die Rostocker setzten sogar noch einen drauf, spielten Aue förmlich an die Wand. Immer wieder waren es Langhans, Todosijevic und Thormann, die von Kreso Ivankovic klug geführt, den Gastgebern Rätsel um Rätsel aufgaben. Die ohne den am Meniskus operierten Jens Dethloff antretenden Empor-Akteure enteilten auf 28:19 (52.), hielten auch zwei Minuten vor Ultimo die Neun-Tore-Differenz. Trtik hatte bis zu diesem Zeitpunkt bewusst wenig gewechselt, Sadewasser und Höwt nicht, sowie Wischniewski nur kurz eingesetzt…

Trtiks Fazit: "Mit einer starken Teamleistung haben wir die Punkte gegen die auf eigenem Parkett bisher ungeschlagenen Erzgebirgler geholt. Im Tor zeichnete sich besonders Jan Kominek mit über zwanzig Paraden aus. Wir besaßen eine hohe Trefferquote. In der Abwehr haben wir mit unserem offensiven 3:2:1 die Auer Tormaschinen entzaubert. Ich hoffe, dass der Sieg Auftrieb und Selbstvertrauen gibt."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen