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22. Oktober 2017 | 05:06 Uhr

HC Empor jetzt Tabellenletzter

vom

svz.de von
erstellt am 12.Dez.2011 | 09:06 Uhr

eisenach | "Rote Laterne" statt Befreiungsschlag - die Luft in der 2. Handball-Bundesliga wird für den HC Empor Rostock immer dünner. Mit 29:41 (12:24) kam das Team von Norbert Henke beim ThSV Eisenach unter die Räder. Minus 75 Tore stellen im Kampf um den Klassenerhalt eine zusätzliche Hypothek dar. "Gegen Potsdam am Freitag geht es ums Überleben", nahm Henke kein Blatt vor den Mund.

Manndeckung gegen ThSV-Regisseur Tomas Sklenak hatte der Coach als Erfolgsrezept für die Abwehr ausgegeben. Die Variante ging zehn Minuten lang auf, da die Rostocker auch im Vorwärtsgang die Forderung nach geduldigen, sicheren Kombinationen umsetzten.

Doch statt den "Stiefel" weiter zu verfolgen, kam wie der Blitz aus heiterem Himmel ein Bruch ins Spiel. Gegen die aggressive Deckung der Thüringer leisteten sich die Hansestädter insgesamt 31 (!) technische und Regelfehler. Diese vorweihnachtlichen Angebote nahm der Gastgeber an. "In der vorentscheidenden Phase kassierten wir allein sieben direkte Tore durch Tempogegenstöße", machte Norbert Henke aus.

Torwart Felix Storbeck sieht die rote Karte

Sein Team war völlig von der Rolle. Es ging fast nichts mehr. Zudem knickte Rico Göde in der 15. Minute um, sah Felix Storbeck nach einer unfairen Unter-bindung eines gegnerischen Angriffs die rote Karte (27.). "Die Köpfe waren unten. Die Truppe hat sich nach dem 8:18 aufgegeben", urteilte Henke.

Dazu passte die Ineffektivität im Abschluss. 24 Fehlversuche plus die bereits genannten Unzulänglichkeiten: Die Thüringer brauchten gar nicht groß zu kombinieren, sondern lediglich über die erste und zweite Welle daraus Kapital zu schlagen. Kein Wunder, dass deren Coach Adalsteinn Eyolfsson anschließend konstatierte: "Geschenke muss man einfach annehmen."

Bleibt zu hoffen, dass das Rostocker Team den Tiefschlag verdaut und dass am Freitag (19.30 Uhr Scandlines Arena) gegen den 1. VfL Potsdam ein anderer HC Empor zu sehen ist.

Eisenach: Musil, Gorobtschuk - Trautvetter 12/7, Sklenak 3, Wöhler 3, Mijak 1, Kaluzinski 6, Adams 2, Schiffner 1, Heinemann 4, Lilienfels 4, Koloper 1, Lindner 4

Rostock: Storbeck, Schröder - Bruna 4, Gorniak 2, Dethloff 5, Langhans 5, Meschke 1, Gruszka 6/4, Papadopoulos 1, Wetzel, Sadewasser, Göde, Zemlin 5

Siebenmeter: Eisenach 10/8, Rostock 4/4

Zeitstrafen: Eisenach 8, Rostock 16 Minuten einschließlich Disqualifikation Storbeck (27.)

Schiedsrichter: Brodbeck/Reich (Heidelberg/Metzingen)

Zuschauer: 1250

Stationen: 3:5 (8.), 9:6 (13.), 18:8 (24.), 35:20 (46.), 40:26 (57.)

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