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18. November 2017 | 05:56 Uhr

Hanseaten jubeln in letzter Minute

vom

svz.de von
erstellt am 10.Apr.2012 | 08:33 Uhr

cottbus | Der FC Hansa hat gestern Abend am 30. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga mit dem 1:0 (0:0) beim FC Energie Cottbus den dritten Sieg in Folge geholt. Eine Punktlandung, denn das goldene Tor erzielte Dominic Peitz in der 90. Minute. Die Rostocker schoben sich damit wieder auf Relegationsplatz 16 vor. Die Verfolger Aachen und Karlsruhe (gegen Bochum bzw. Dresden) sind erst heute dran.

Bei den Gästen fehlten u. a. die gesperrten Gusche und Wiemann sowie die verletzten Holst und Perthel. Bei Letzterem wurde sogar ein Mittelfußbruch diagnostiziert - sechs Wochen Pause… Auf Grund der zahlreichen Ausfälle war Trainer Wolf ohnehin zu Änderungen in seiner Start-Elf gezwungen. Doch dass er neben Jordanov (begann auf dem linken Flügel) den Debütanten Tommy Grupe aufstellen würde, war nicht unbedingt vorherzusehen. Der gebürtige Rostocker, mit der A-Jugend deutscher Meister 2010 und DFB-Pokalfinalist 2011, besaß bis dahin im Männerbereich die Erfahrung von 21 Oberliga-Einsätzen. Der 20-Jährige übernahm seine angestammte Position in der Innenverteidigung an der Seite von Pannewitz. Robert Müller und Peitz bildeten wie beim vorangegangenen 2:1 gegen Düsseldorf die "Doppel-Sechs" vor der Abwehr.

Die Ostseestädter waren im ersten Durchgang trotz zunächst 0:5 Ecken (2:5 zur Pause, insgesamt 7:8) keineswegs die schlechtere Mannschaft. Sie stellten Cottbus immer wieder geschickt ins Abseits. Nach vorn wurde einige Male Jordanov "losgeschickt", doch fehlte den Pässen die Präzision. Reichlich eine Viertelstunde verging ohne nennenswerte Chance, dafür machte sich aber bereits Rostocks Schwede Borg warm. Dann fehlte bei einer Ecke des FCE der zuverlässige Kopfball-Bereiniger Peitz, der gerade draußen behandelt werden musste - prompt kam Fenin völlig frei zum Zuge, streifte jedoch die Kugel nur, sodass sie am Tor vorbeiflog (24.). Kurz darauf kam Borg in die Partie für Mintál, der sich eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte. Nur Sekunden später war der Sturm-Bulle nach gefühlvoller Flanke von Jordanov zur Stelle, aber zu hoch geköpft (29.). Kurz vor der Pause kamen nach einer Ecke von Blum nochmals Borg, der den Ball verfehlte, und der hinter ihm lauernde Grupe beinahe zum Abschluss (44.). Alles offen nach der ersten Halbzeit, Hansa war gut unterwegs.

Zu Beginn der zweiten Hälfte besaßen beide Teams je eine Möglichkeit: Hahnel entschärfte den Hammer von Möhrle (49.), und gegenüber mischte sich mit Grupe ebenfalls ein Abwehrmann in den Angriff ein (52./Kopfball führt zur Ecke). Nach gut einer Stunde brachte Wolf mit dem Deutsch-Namibier Manfred Starke (geboren vor 21 Jahren in Windhoek, Mittelfeldspieler, Linksfuß) den zweiten Neuling. Es folgten verheißungsvolle Möglichkeiten für Pannewitz (Kopfball knapp vorbei/63.) und Borg (aus der Drehung gehalten/64.).

Die Lausitzer ihrerseits kamen zum Glück nicht aus dem Knick (Peitz bereinigt gegen Adlung/67.). Und dann ist auf einmal Starke frei durch, die Riesenchance! Er will den Ball ganz richtig ins lange Eck schieben, aber Keeper Renno fährt den Fuß aus und wehrt ab (73.). Sechs Minuten später kommt "Manni" gleich noch einmal so hochkarätig zum Abschluss, und wieder hält Renno. Menschenskind, das wäre ein Ding gewesen! Hansa jetzt klar überlegen mit der Kopfballmöglichkeit für Weilandt (82.). Das Tor will einfach nicht fallen. Bis es Peitz in der 90. Minute nach Ecke von Blum doch noch besorgt! Cottbus: Renno - Engel, Möhrle (V), Hünemeier, Ziebig - Kruska, Banovic - Bittencourt (67. Rei merink), Adlung - Rangelov, Fenin (77. Sörensen).

Rostock: Hahnel - Janecka, Grupe, Pannewitz, Blum (V) - R. Müller, Peitz - Jänicke (62. Starke), Mintál (27. Borg), Jordanov (90.+2 Schied) - Weilandt.

SR: Kinhöfer (Herne). Z.: 12 100. Tor: 0:1 Peitz (90.).

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