Ostseestädter unterliegen dem VfL Osnabrück mit 0:3 : Hansa zeigt zwei Gesichter

Rassiges Laufduell: Hansas  Leonhard Haas kommt vor   Yannic Thiel an den Ball. Im Hintergrund Ken Leemans.
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Rassiges Laufduell: Hansas Leonhard Haas kommt vor Yannic Thiel an den Ball. Im Hintergrund Ken Leemans.

Der FC Hansa Rostock hat unter Marc Fascher seinen ersten Dämpfer erhalten. Nach zuletzt drei Siegen in Folge kassierten die Ostseestädter am Sonnabend vor 8500 Zuschauern gegen den VfL Osnabrück eine 0:3-Heimschlappe.

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30. September 2012, 07:11 Uhr

Rostock | Der FC Hansa Rostock hat unter Neutrainer Marc Fascher seinen ersten Dämpfer erhalten. Nach zuletzt drei Siegen in Folge kassierten die Ostseestädter am Sonnabend vor 8500 Zuschauern gegen den VfL Osnabrück eine 0:3 (0:0)-Heimschlappe und verabschiedeten sich vorerst wieder aus der Spitzengruppe der 3. Fußball-Liga.

Der Hansa-Coach nahm im Vergleich zum Spiel in Stuttgart gezwungenermaßen zwei Änderungen in der Startelf vor: Für den verletzten Stammkeeper Kevin Müller erhielt Routinier Jörg Hahnel den Vorzug vor Youngster Johannes Brinkies. Zudem rückte Nils Quaschner für Edisson Jordanov ins rechte Mittelfeld.

Die Partie gegen den Tabellendritten begann turbulent. Bereits nach drei Minuten gab Hansas fünfacher Torschütze Ondrej Smetana einen ersten Warnschuss ab. Auf der anderen Seite blockte Kapitän Sebastian Pelzer im letzten Moment den Schuss des Osnabrückers Timo Staffeldt (6.).

Danach fanden sich beide Teams, standen kompakt in den eigenen Reihen und ließen nicht viel zu. Die Gastgeber starteten immer wieder über die rechte Seite gute Vorstöße. Doch die Eingaben von Noël Alexandre Mendy und Quaschner fanden keine Abnehmer. Erst bei einer Einzelaktion von Tom Weilandt, der VfL-Keeper Riemann prüfte (24.), keimte etwas Torgefahr auf. Bei der anschließenden Ecke von Leonhard Haas wurde der Kopfball von Matthias Holst noch von der Linie gekratzt (26.).

Bis zur Pause rissen beide Teams spielerisch keine Bäume aus. Wenn es für die Rostocker überhaupt gefährlich wurde, halfen sie sich in der Abwehr gegenseitig. Nach einem Konter bremste Pelzer den agilen Marcus Piossek clever aus (32.). Ansonsten verlebte Hahnel im Hansa-Tor bis dahin einen ruhigen Nachmittag, musste nur bei einem Freistoß mit einer Faust klären (45.). Auf der anderen Seite vergab Smetana nach guter Pelzer-Flanke per Kopf die beste Chance der Nordostdeutschen in einer sonst niveauarmen ersten Halbzeit (41.).

Mit Wiederbeginn traten die Osnabrücker plötzlich mutiger auf. Keine sieben Minuten waren gespielt, als sich Adriano Grimaldi auf der linken Seite gegen Holst durchsetzte, auf Piossek zurücklegte und dieser vor Pelzer direkt ins lange Eck verwandelte - 0:1 (52.).

Fascher reagierte sofort, brachte für den über weite Strecken blassen Quaschner mit Johan Plat eine zweite Spitze. Zudem nahm er überraschend Ken Leemans vom Feld. Am Bruch im Hansa-Spiel änderten die Wechsel nichts. Im Gegenteil: Der Tabellensechste war wie gelähmt und verfiel in alte Muster. Meist fanden die lang und hoch geschlagenen Bälle auf die Angreifer keine Abnehmer.

Der von Trainer "Pele" Wollitz glänzend eingestellte VfL lauerte dagegen geduldig auf seine (Konter-) Chance. Mit Erfolg: Grimaldi ließ Holst stehen und verwandelte von der Grundlinie aus zum 2:0 (65.), wobei Hahnel, der die kurze Ecke preisgab, ebenfalls nicht gut aussah. Und der dritte Streich der Gäste ließ nicht lange auf sich warten: In der 70. Minute klärten Holst und Mendy im Strafraum nicht energisch genug - Piossek sagte "Danke" und schob zum 3:0 ein.

Damit war das Heimdebakel der Ostseestädter, die nur noch durch Kopfbälle von Plat (74.) und Smetana (87.) Akzente setzten, perfekt - und Faschers erste Niederlage besiegelt.

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