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13. Dezember 2017 | 00:40 Uhr

Hansa versinkt im Moor

vom

svz.de von
erstellt am 20.Jan.2012 | 08:25 Uhr

El Rompido | Fußball-Zweitligist Hansa Rostock ist ins Dschungelcamp eingezogen. Allerdings nicht in Australien wie der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Ailton (Werder Bremen, Schalke 04), sondern im spanischen El Rompido, wo die Ostseestädter sich gerade auf die Frühjahrsrunde vorbereiten. Hinter einem Gehäuse des Trainingsplatzes befindet sich zwar ein Fangnetz, aber wer den Ball dort drüber schießt, muss ihn anschließend aus einem kleinen Teich- und Sumpfgebiet mit jeder Menge Schilf und Gestrüpp herausholen - soweit man die Kugel überhaupt wiederfindet.

Als erster Rostocker unterzog sich Stürmer Marel Mintál einer Dschungelprüfung. "Pass auf, da sind Krokodile und Schlangen drin", schrie Trainer Wolfgang Wolf über den Platz. Mintál jedoch agierte unerschrocken und wühlte sich durch das Gelände. Kurios: Er fand zwar seinen eigenen Ball nicht, holte jedoch zwei andere heraus, so dass die Nordostdeutschen unterm Strich sogar eine Kugel mehr im Gepäck mit ins Hotel nahmen. Aber nicht nur der slowakische Angreifer stieg in den Sumpf hinab. Auch To-bias Jänicke, Robert Müller, Pelle Jensen und Michael Blum gingen auf die Pirsch nach ihren Geschossen - und fanden sie wieder.

Nach der Einheit startete fast das gesamte Team eine Suchaktion, wollte unbedingt noch Mareks Ball finden. Selbst die Co-Trainer Steffen Baumgart und Mi-chael Hartmann warfen sich ins Gestrüpp. Der Rest feuerte an und gab kluge Ratschläge. Das Leder fand sich aber nicht wieder an. "Du gibst doch jetzt nicht auf", sagte Torwarttrainer Alexander Ogrinc zu "Crocodile Pommes", wie Tobias Jänicke Keeper Johannes Brinkies taufte. Doch auch der kapitulierte. "Danke für nichts", so Ogrinc. Wolf fügte an: "Ich glaube, du hast deine Jungs nicht mehr im Griff." Letztlich war es ein großer Spaß, sogar eine kleine teambildende Maßnahme. Ogrinc: "Es zeigt den Charakter dieser Mannschaft, wenn selbst ein Marek Mintál dort heruntersteigt und den Ball sucht. Das ist beeindruckend."

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