Verpatzter Jahresauftakt : Hansa trifft einfach nicht

<strong>Großes Pech im Abschluss: </strong>Sargis Adamyan rauft sich die Haare. Hansas Nachwuchsstürmer absolvierte ein auffälliges Profi-Debüt, scheiterte aber kurz vor dieser Szene per Hacke an Münster-Torwart Daniel Masuch. <fotos>Georg Scharnweber</fotos>
Großes Pech im Abschluss: Sargis Adamyan rauft sich die Haare. Hansas Nachwuchsstürmer absolvierte ein auffälliges Profi-Debüt, scheiterte aber kurz vor dieser Szene per Hacke an Münster-Torwart Daniel Masuch. Georg Scharnweber

Der FC Hansa hat den Punktspielstart 2013 verpatzt. Vor 9000 Zuschauern kassierten die Rostocker mit dem 0:2 (0:1) gegen Preußen Münster trotz gut einstündiger Überzahl die vierte Heimpleite der laufenden Saison.

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27. Januar 2013, 06:24 Uhr

Rostock | Fußball-Drittligist FC Hansa hat den Punktspielstart 2013 verpatzt. Vor 9000 Zuschauern kassierten die Rostocker mit dem 0:2 (0:1) gegen Preußen Münster die vierte Heimpleite der laufenden Saison.

FCH-Trainer Marc Fascher setzte auf die Jugend und nahm im Vergleich zur letzten Partie 2012 (0:1 gegen Unterhaching) einige Änderungen in der Start-Elf vor. Matthias Holst (31 Jahre), Ken Leemans (30) und Leonhard Haas (31) saßen nur auf der Bank. Zudem fehlte Kapitän Sebastian Pelzer (32) gelb-gesperrt. Dafür spielten die Neuzugänge Tommy Grupe (20), Maurice Trapp (21) und Philipp Klement (20) von Beginn an. Letztlich liefen die Ostseestädter mit einem Durchschnittsalter von 22,5 Jahren auf (Münster: 27,7). "Das Alter macht keinen Unterschied. Es kommt darauf an, dass wir Verantwortung übernehmen wollen", sagte Klement, der trotz der Schlappe ein ansprechenden Debüt absolvierte. Nur blieb dem Mittelfeldmann die Krönung versagt, als er einen Freistoß an die Latte setzte (30.). Zuvor hatte Münsters Kirsch wegen eines Handspiels kurz vor der Strafraumgrenze die Rote Karte gesehen. "Ich weiß nicht, ob man da Rot geben muss. Normalerweise bekommt man dafür Gelb, wenngleich Tom Weilandt sicherlich eine gute Chance gehabt hätte", sagte Michael Blum, der seinen Mitspieler einsetzen wollte (28.).

Kurze Zeit später folgte die alles entscheidende Szene. Preußen-Stürmer Matthias Taylor flankte zur Mitte, schoss dabei aber Hansas Trapp aus Nahdistanz an die Hand. Es vergingen einige Sekunden, doch dann ertönte ein Pfiff von Referee Benjamin Brand, der auf den Elfmeterpunkt zeigte. Anschließend rangelten die Münsteraner Amaury Bischoff und Taylor um die Kugel. Letzterer behauptete sich, scheiterte jedoch am Rostocker Schlussmann. Allerdings reagierte Benjamin Siegert am schnellsten und überwand Müller per Hechtflugkopfball (38.). "Es ist natürlich ärgerlich, wenn man einen Elfmeter hält, aber der Nachschuss reingeht", so Müller.

Nun waren die Rostocker zwar in Überzahl, lagen allerdings auch hinten und mussten auf einem betonharten Untergrund - die Rasenheizung blieb aus Kostengründen aus - das Spiel machen.

Nach dem Wechsel war Hansa am Drücker, hatte gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, doch wie bereits in weiten Teilen der Hinserie fehlte einfach die Durchschlagskraft. Klement verpasst eine Blum-Hereingabe (61.). Adamyan scheitert per Hackentrick an Masuch (68.). Grupe vergibt per Kopf (69.). Erneut gelingt zweimal Klement (72./Masuch hält, 73./aus 16 Metern drüber) der Ausgleich nicht.

Rostock riskierte alles, brachte Holst für Julien Humbert. Während "Holzer" in die Innenverteidigung ging, verstärkte Grupe den Sturm. Doch es ist der Routinier, der in der 84. Minute die letzte Chance zum 1:1 vergibt. Sein Geschoss von der Strafraumgrenze zischt am Tor vorbei. Auf der Gegenseite nutzte Marco Königs einen Stellungsfehler von Trapp und erzielte das 2:0 (84.). "Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht und uns einige Chancen erarbeitet. Am Ende fehlte uns einfach das Quäntchen Glück, dass wir den Ausgleich machen", ärgerte sich Kevin Müller.

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