Hansa sucht Partner fürs Stadion

<strong>Hansa-Boss Bernd Hofmann</strong> blickt zuversichtlich auf die Saison 2012/13 und hat den direkten Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben. <foto>Georg Scharnweber</foto>
Hansa-Boss Bernd Hofmann blickt zuversichtlich auf die Saison 2012/13 und hat den direkten Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben. Georg Scharnweber

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19. Juli 2012, 08:30 Uhr

Rostock | Optimistisch blickt Bernd Hofmann, Vorstandsvorsitzender des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock, auf die kommende Spielzeit. "Wir streben den Wiederaufstieg an, und ich denke, dass wir mit unserer Mannschaft auch ganz vorne mitmischen können", erklärt der 43-Jährige.

Allerdings weiß der gebürtige Brandenburger (Hennigsdorf), dass es kein leichter Weg zurück in die Zweitklassigkeit wird: "Ich denke, dass die Liga wesentlich ausgeglichener als noch vor zwei Jahren ist, als wir sensationell mit 78 Punkten aufgestiegen sind. Damals hatten wir nur fünf Spieler sowie vier aus der U 23 unter Vertrag. Diesmal sind zwölf geblieben, holten wir nur acht externe hinzu. Eigentlich ist die Grund-

lage damit sogar besser. Doch auch mit den Mitabsteigern Karlsruhe und Aachen muss man rechnen, ebenso Heidenheim, Offenbach, Erfurt, Osnabrück und einige andere auf der Rechnung haben."

Trotz der vergangenen Abstiegssaison stehen die Sponsoren weiterhin zum ostdeutschen Traditionsverein. "Dafür zunächst ein großes Dankeschön an unsere Partner. Das zeigt, dass weiterhin Vertrauen vorhanden ist. In den meisten Bereichen sieht es sehr gut aus beziehungsweise sind wir voll. Die TV-Banden sowie jene am Spielfeldrand sind ebenso ausverkauft wie die Logen", verrät Hofmann.

Hansas Gesamtetat beträgt 10,2 Millionen Euro. Damit liegen die Ostseestädter hinter dem Karlsruher SC (11,0) auf dem zweiten Platz. Allerdings haben die Rostocker eine Menge "Nebenkosten" zu begleichen, so dass für die Profi-Abteilung am Ende rund 2,2 Millionen Euro übrig bleiben (Karlsruhe 4,0 - Spitzenreiter SV Wehen Wiesbaden 4,3). "Wir müssen zum Beispiel immerhin rund drei Millionen Euro für die Tilgung von Krediten aufbringen", verrät Hofmann, der den Club weiterhin konsolidieren will. "In der Tat ist recht wenig Geld für die Profis da. Deswegen arbeiten wir auch an der zweiten Phase der Sanierung, wollen den Verein nachhaltig auf gesündere Beine stellen und ihn wettbewerbsfähiger machen. Natürlich dürfen wir ihn auch nicht kaputt sparen."

Der Sportökonom hat einen Plan, wie er die Liquidität des FC Hansa verbessern könnte: "Wir möchten Teile der Stadiongesellschaft verkaufen und so frisches Kapital einnehmen." Dabei soll der FCH zwar weiterhin die Mehranteile an der DKB-Arena halten, doch für die übrigen möglichen 49 Prozent sucht Hofmann einen Investor und erhofft sich Einnahmen in Höhe von acht, neun Millionen Euro. "Im Rahmen der positiven Bürgerschaftsentscheidung wurde ja auch ein Beschluss verabschiedet, dass der Oberbürgermeister mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern und dem FC Hansa eine nachhaltige Sanierung prüfen soll", so der Vorstandsvorsitzende, der trotz Kosten von jährlich 1,2 Millionen Euro weiterhin auf die Jugend setzen will: "Das ist unsere Strategie, und wir hoffen, dass sich die jungen Spieler schnell in der 3. Liga zurechtfinden."

Für morgen wünscht sich der Hansa-Boss zunächst einen gelungenen Auftakt im Duell mit den Stuttgarter Kickers (Anstoß 14 Uhr): "Es wird nicht einfach. Der Kader der Gäste ist seit zwei Jahren zusammen, eingespielt und wurde punktuell verstärkt. Das wird eine harte Aufgabe. Aber ich bin überzeugt, dass wir zum Start einen Heimsieg holen werden."

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