Hansa siegt wieder

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27. Februar 2011, 08:30 Uhr

Hansa Rostock hat das Nichtaufstiegsgespenst verscheucht, noch ehe es sich breitmachen konnte. Mit dem 3:0 (1:0) über den SV Babelsberg kehrte das Team von Trainer Peter Vollmann nach zwei sieglosen Spielen in die Erfolgsspur zurück und festigte in der 3. Fußball-Liga den zweiten Tabellenplatz mit nunmehr 13 Punkten Vorsprung auf „Verfolger“ Kickers Offenbach. Da kam auch Stefan Beinlich nicht mehr umhin, das Zieldatum für die Rückkehr in die 2. Bundesliga auch öffentlich neu zu bestimmen. „Wir wollen das natürlich gern schon in diesem Jahr schaffen“, sagte der 39 Jahre alte Hansa-Manager sichtlich gut gelaunt. Eigentlich wollte der einstige Bundesligist erst 2012 wieder zweitklassig sein.

Das von Beinlich und Trainer Vollmann geformte Team wies einmal mehr nach, das es den Tabellenplatz nach 26 Spieltagen völlig verdient hat. Spielerisch lief es zwar erneut nicht rund. Aber die Moral stimmte, und so kam Hansa zum fünften Mal in dieser Saison nach einer Niederlage postwendend mit einem Sieg zurück. „Das zeigt, dass es innerhalb der Mannschaft stimmt und wir erst gar keine Krise aufkommen lassen wollen“, sagte Abwehrchef Michael Wiemann.
Der hochgewachsene Blondschopf war einer der Hauptdarsteller einer Partie, die die 11 000 frierenden Zuschauer in der DKB-Arena nur phasenweise zu erwärmen vermochte. Nach dem frühen 1:0 von Tobias Jänicke (11.) sorgte der Abwehrchef vier Minuten nach der Pause mit seinem vierten Saisontor für „so etwas wie die Erlösung“ (Vollmann).
Die drei Treffer zuvor hatte Wiemann vom Elfmeterpunkt aus erzielt, aber das war nicht wirklich wichtig. „Wir hatten heute wieder das Quäntchen Glück, im richtigen Moment auch die Tore zu machen“, sagte Beinlich.
Eigentlich aber hätte Wiemann zu diesem Zeitpunkt schon geduscht haben müssen, weil er in der ersten Halbzeit bei einer Rettungsaktion vor dem eigenen Tor die Hand zu Hilfe genommen hatte. „Das hätte Rot gegeben und einen Elfmeter für uns. Dann hätte es Hansa schwerer gehabt“, befand Babelsbergs Trainer Dietmar Demuth. Der Schiedsrichter pfiff aber nicht, Demuths Mannen spielten ihren Stiefel ansehnlich aber für den Gegner unaufregend herunter, und die Hausherren schaukelten ihren 18. Saisonsieg relativ leicht und locker nach Hause.

Da durfte sich sogar Radovan Vujanovic in der Nachspielzeit noch in die Torschützenliste eintragen. Der Serbe, der inzwischen zur Teilzeitkraft degradiert ist, kam mit seinem fünften Saisontreffer seinem Jahresziel, zweistellig zu treffen, etwas näher. „Eine Vorlage, ein Tor. So kann es weitergehen“, meinte der 29-Jährige zufrieden. Vujanovic hat rein rechnerisch noch zwölfmal die Gelegenheit, sein Konto aufzubessern.
Rechnen aber will er ebenso wenig wie seine Kollegen. „Das bringt uns nichts. Vor uns steht noch jede Menge Arbeit“, weiß Wiemann und will weiter die Ärmel hoch krempeln. Schon am nächsten Wochenende am anderen Ende Deutschlands, im Auswärtsspiel bei Wacker Burghausen.

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