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Rostocker mühen sich trotz 79-minütiger Überzahl zum Sieg : Hansa-Sieg dank Smetana

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Der FC Hansa hat seinen Rang in der Spitzengruppe der 3. Liga gefestigt. Am Sonnabend feierten die Rostocker einen hart erkämpften 1:0-Sieg gegen Aachen. Es war der fünfte Dreier im sechsten Spiel unter Marc Fascher.

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erstellt am 21.Okt.2012 | 05:56 Uhr

Rostock | Der FC Hansa hat seinen Rang in der Spitzengruppe der 3. Fußball-Liga gefestigt. Am Sonnabend feierten die Rostocker einen hart erkämpften 1:0-Sieg gegen Alemannia Aachen. Es war der fünfte Dreier im sechsten Spiel unter Trainer Marc Fascher. Mit nunmehr 24 Punkten kletterte der FCH auf den siebenten Rang.

Zwei knifflige Fragen hatten Rostocks Coach vor dem Anpfiff zu lösen. Wen stellt er ins Tor, und wer ersetzt den verletzten Stephan Gusche (Kreuzbandriss) in der Innenverteidigung?

Fascher beorderte Kevin Müller in den Kasten. Er gab ihm den Vorzug vor Jörg Hahnel sowie dem verletzten Johannes Brinkies und bestätigte den 21-Jährigen als Nummer eins. "Es war keine Entscheidung gegen ,Pommes’ (Brinkies - d. Red.) oder Jörg sondern für Kevin. Er hat mit in der Zeit, in der wir jetzt zusammenarbeiten, überzeugt", begründetet der Trainer seine Entscheidung.

In die Innenverteidigung rückte Kapitän Sebastian Pelzer, der seinerseits von Ronny Marcos hinten links vertreten wurde.

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern. Sie agierten schwungvoll nach vorne und kamen zu einigen verheißungsvollen Möglichkeiten. Nach Kopfballverlängerung einen Mendy-Einwurfs durch Ondrej Smetana hatte Michael Blum das 1:0 auf dem Fuß. Doch der Mittelfeldmann schoss knapp rechts vorbei (5.). Nur eine Minute später gab es nach einem Blum-Freistoß großes Durcheinander in Aachens Abwehr - ohne Folgen. Einen Foulelfmeter forderten die Hausherren nach einem Vergehen von Olajengbesi an Smetana. Doch der Pfiff von Fifa-Schiedsrichter Manuel Gräfe blieb aus. Dafür zückte der XX-Jährige wenig später die rote Karte. Aachens Timmy Thiele ging mit gestrecktem Bein gegen Ken Leemans zu Werke (11.). "Diese rote Karte ist natürlich eine Riesenenttäuschung. Ich hatte in den vergangenen Tagen mit Timmy gesprochen und gesagt, dass er aufwachen soll, damit er nicht ein ewiges Talent bleibt", kommentierte Aachen Trainer René van Eck die Szene und ließ keinen Zweifel daran, dass es die richtige Entscheidung war.

Doch die zahlenmäßige Überlegenheit führte nicht zu einer noch einseitigeren Partie sondern brachte vielmehr die Rostocker aus dem Tritt. "Vielleicht hängt das mit dem Unterbewusstsein zusammen und man denkt, dass man in Überzahl weniger laufen muss. Doch weil sich der Gegner mit zwei Viererketten defensiv orientiert, muss man eigentlich mehr tun, um Chancen zu erarbeiten", so Marc Fascher.

Während sein Team lediglich einen Schlenzer von Tom Weilandt (29./vorbei) zu Stande brachte, hatte die Alemannia durch Heller (19.), Kefkir (39.), Olajengbesi (40./Haas klärt auf der Linie), Schwertfeger und Baumgärtel (41./jeweils von Holst geblockt) gute Einschussmöglichkeiten.

Doch mit dem Pausenpfiff gelang Hansa unter gütiger Mithilfe von Gästekeeper Michael Melka das 1:0. Der Schlussmann eilte bei einem weiten Schlag von Holst aus seinem Kasten, aber Smetana war schneller am Ball und köpfte die Kugel ins verwaiste Tor (45.+1).

In einer an Höhepunkten armen zweiten Hälfte hatte erneut Aachen die besseren Chancen - Pelzer blockt Schwertfeger (66.), Borgs Treffer wird wegen Abseits nicht anerkannt (88.) -, allerdings kämpften die Rostocker den knappen Vorsprung über die Zeit.

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