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14. Dezember 2017 | 03:44 Uhr

Hansa schießt Werder Bremen 3:0 ab

vom

svz.de von
erstellt am 18.Jan.2012 | 07:36 Uhr

Rostock | Welch faustdicke Überraschung, auch wenn der Gegner weitgehend mit einer zweiten Reihe antrat: Fußball-Zweitligist FC Hansa gewann das gestrige Vorbereitungsspiel gegen den Fünften der 1. Bundesliga, SV Werder Bremen, mit 3:0 (2:0).

Bei den mit dem Flugzeug (!) angereisten Gästen fehlten bedauerlicherweise verletzungsbedingt zahlreiche Hochkaräter (Arnautovic, Fritz, Hunt, Marin, Naldo, Pizzaro). Darüber hinaus saßen Torwart Wiese und Stürmer Rosenberg (der dann wenigstens noch für eine halbe Stunde kam) nur auf der Bank. Von den beiden Ex-Rostockern im Aufgebot der Grün-Orangen spielte Felix Kroos von Beginn an, Tom Trybull wurde zur zweiten Hälfte eingewechselt. Bei Hansa standen gestern der dritte Keeper Brinkies und die angeschlagenen bzw. Fitnessrückstand aufweisenden Koštál, Langen, Lartey, Pannewitz sowie Weilandt (Zehennagelbettentzündung) nicht im Aufgebot.

Werder begann drangvoller, doch auch die Weißen trauten sich bald was zu, setzten vor allem durch Semmer (13., 19.) Offensivakzente. Die erste richtig gute Chance ging ebenfalls auf das Konto der Rostocker: Gusches Kopfball nach Ecke von Perthel flog nur knapp am rechten Pfosten des Bremer Kastens vorbei (24.). Perthel zwang kurz darauf Torhüter Vander, mit nur einer Faust zu klären - prompt kam die Kugel zurück, abgeschossen von Semmer, Vander wehrte ab zur nächsten Ecke (27.). Aus dieser entwickelte sich das 1:0 für Hansa. Holst traf im ersten Versuch nur den eigenen Mann, aber eben jener, Mintál, war Sekundenbruchteile später nach Vorarbeit von Semmer mit einem "Kopf-Wischer" erfolgreich. Nicht mal unverdient fiel vor der Pause sogar das 2:0. Schütze: Albrecht, der sich vorher geschickt gegen Sokratis durchgesetzt und überlegt eingeschoben hatte (44.). Die Gäste wurden nur selten gefährlich. Und wenn, dann bereitete zum Beispiel Wesleys Distanzschuss Hahnel keine Schwierigkeiten (26.).

Nach Wiederbeginn traten die Bremer energischer auf. Für ihre beste Chance aber sorgte der Rostocker Gusche, der mit einem verunglückten Kopfball seinen eigenen Schlussmann Hahnel ernsthaft prüfte (47.). Bei Schmitz’ Schuss fehlte nicht viel (52.). Andererseits besaßen der eingewechselte Ziegenbein (49.) und Schied (68.) gute Möglichkeiten zum dritten Treffer. Überhaupt zogen die Ostseestädter einige gefällige Konter auf. Einer, abgeschlossen von Schied auf Vorlage von Ziegenbein, führte zum 3:0 (86.). Dabei blieb es, und somit, die Namen der Trainer zugrunde gelegt, bestätigten sich auch die Gesetze des Tierreichs: Der Wolf reißt nun mal das Scha(a)f und nicht umgekehrt. "Steht auf, wenn ihr für Hansa seid" und "Oh, wie ist das schön", sangen die begeisterten Fans. Das war ein rundum gelungener, Hoffnung machender Auftritt!

Für den 28. Januar plant Hansa als Generalprobe eine Partie gegen den FC Lausanne-Sport, Neunter (Vorletzter) der 1. Schweizer Liga.

Rostock: Hahnel - Schyrba, Holst, Gusche, Pelzer (77. Starke) - R. Müller (69. Wiemann), Jordanov (69. Blum) - Semmer (46. Ziegenbein), Perthel (62. Jänicke) - Mintál - Albrecht (59. Schied)

Bremen: Vander - Boenisch, Sokratis (46. Prödl), Silvestre, Hartherz - Wesley (46. Trybull) - Kroos (46. Schmitz), Trinks (46. Ignjovski) - Ekici (59. Rosenberg) - Thy, Wagner (46. Füllkrug)

SR: Dankert (Rostock). Z: 4700. Tore: 1:0 Mintál (27.), 2:0 Albrecht (44.), 3:0 Schied (86.)

TRAINERURTEILE

Wolfgang Wolf (Rostock): Die Art und Weise war okay. Die Mannschaft hat versucht, alles Besprochene umzusetzen. Die Abwehr ließ kaum Bremer Torchancen zu, weil wir eng am Gegner dran waren. Die jungen Spieler kamen einen Schritt voran. Wir haben trotzdem noch viel Arbeit vor uns. Überbewerten tue ich das nicht.

Thomas Schaaf (Bremen): Es waren heute einige Dinge zu sehen, die anzumerken sind. Wir haben aber auch zum ersten Mal in dieser Formation agiert. Man hat bei einigen Spielern, die jetzt länger raus waren, gesehen, dass es nicht so einfach ist zurückzukommen.

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