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Hansa Rostock schöpft Hoffnung: 1:0 bei 1860 München

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erstellt am 31.Mär.2012 | 03:39 Uhr

Fußball-Zweitligist FC Hansa Rostock hat im 14. Anlauf den ersten Auswärtssieg in dieser Saison gefeiert und neue Hoffnung im Kampf um den Ligaverbleib geschöpft. Dank eines Treffers des eingewechselten Freddy Borg (80.) feierten die Mecklenburger am Samstag vor 17 700 Zuschauer in der Allianz Arena einen verdienten 1:0 (0:0)-Sieg beim TSV 1860 München und haben nun nur noch einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz. Die „Löwen“ hingegen müssen ihre Aufstiegshoffnungen nach der unerwarteten vierten Heimpleite wohl endgültig abschreiben.
Der erst dritte Saisonerfolg ließ die Rostocker, die auch noch wenigstens für 24 Stunden nicht mehr Letzter sind, strahlen. „Wir waren schon lange mal dran. Heute hat man von der ersten Minuten an gemerkt, dass wir gewinnen wollten, und wir haben hoch verdient gewonnen“, sagte Hansa-Trainer Wolfgang Wolf und lobte seinen Torschützen. „Freddy hat gezeigt, wie wertvoll er für uns ist. Das Risiko, ihn trotz seiner muskulären Probleme zu bringen, hat sich gelohnt.“

Der Hansa-Coach musste wie schon beim 0:1 vor Wochenfrist gegen Erzgebirge Aue Kapitän Sebastian Pelzer und Torhüter Kevin Müller verletzungsbedingt ersetzen. Zudem fehlte der gesperrte Innenverteidiger Stephan Gusche, für den Kevin Pannewitz in die Viererkette rückte. Marek Mintal rückte anstelle des angeschlagenen Borg, der zunächst nur auf der Bank saß, in die Spitze.
Nach einer guten Viertelstunde ereilte die ohnehin schon Geschwächten ein weiterer Ausfall. Abwehrchef Matthias Holst, der grippegeschwächt ins Spiel gegangen war, zog sich eine schmerzhafte Oberschenkelverletzung zu und musste ausgewechselt werden.

Einen Bruch im Spiel der Rostocker hatte die neuerliche Umstellung nicht zur Folge. Der eingewechselte Tom Weilandt fügte sich nahtlos ein, die Wolf-Elf erzwang optisch Gleichwertigkeit und spielte auch einige Möglichkeiten heraus. Die beste hatte in der 37. Minute Rechtsverteidiger Marek Janecka, dessen Schuss aus Rechtsaußenposition knapp am linken Pfosten vorbeistrich. Auf der anderen Seite musste Hansas Ersatztorhüter Jörg Hahnel vor dem Wechsel nur selten resolut angreifen, da die Hausherren auch keine Bäume ausrissen und mit Pfiffen in die Pause verabschiedet wurden.

Mit einem gefährlichen Freistoß von Michael Blum, den 1860-Keeper Gabor Kiraly prallen lassen musste (47.), fanden die Gäste auch gut in die zweite Halbzeit. Zum ersehnten Führungstreffer reichte es aber nicht, weil die Rostocker ihre Angriffe wie so oft in dieser Saison nicht mit der nötigen Konsequenz zu Ende spielten und im Zentrum der Vollstrecker fehlte.

Den brachte Wolf in der letzten knappen halben Stunde zwar noch mit Borg, aber der kantige Schwede hatte zunächst auch kein Glück.

Kiraly lenkte einen straffen Schuss des Glatzkopfs zur Ecke (69.). Elf Minuten später war es dann aber passiert. Borg lenkte eine Eingabe von Blum zum nicht unverdienten 1:0 ins Netz. Für den erst in der Winterpause verpflichteten Schweden war dies bereits der fünfte Saisontreffer. Den kostbaren Vorsprung brachten die Mecklenburger dann mit Glück und Geschick über die Zeit.

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