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Neunter Saisonsieg : Hansa ringt Heidenheim nieder

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erstellt am 13.Jan.2011 | 02:08 Uhr

Fußball-Drittligist Hansa Rostock feierte am Sonnabend vor 12.500 Zuschauern in der heimischen DKB-Arena den neunten Saisonsieg. Am 12. Spieltag bezwangen die Ostseestädter den 1. FC Heidenheim mit 2:1 (2:0) und festigten den zweiten Tabellenplatz. Gegenüber dem 3:1-Erfolg beim FC Carl Zeiss Jena musste FCH-Trainer Peter Vollmann eine Veränderung in der Start-Elf vornehmen. Für den verletzten Stammkeeper Jörg Hahnel stand Ersatzmann Kevin Müller im Kasten. Und der 19-Jährige rechtfertigte das Vertrauen, zeigte eine solide Leistung.
Die Gäste aus Baden-Württemberg, die mit Patrick Mayer, den derzeit besten Torjäger der Liga in ihren Reihen haben, kickten zunächst mutig mit, setzten auf Pressing und Hansa kam damit schon im Aufbau unter Druck. Zudem trat die Truppe von Coach Ralf Schmidt ball- und kombinationssicher auf. Mayer (2./springt in den Schuss von Hansa-Keeper Müller), Andreas Spann (7./im letzten Moment von Stephan Gusche gestoppt), Spann (9./ Distanzschuss über das Tor) dokumentierten die gute Anfangsphase der Süddeutschen.

Hansas erste Annäherung in Richtung Heidenheimer Tor setzte Mohammed Lartey ab, scheiterte mit einem 22-Meter-Freistoß am gegnerischen Keeper Erol Sabanow (21.). Dies war aber zugleich das Signal für den FC Hansa, denn es folgten verrückte Sekunden. Björn Ziegenbein bekam das Leder an der Strafraumgrenze, spielte Billard mit Ingo Feistle und tauchte frei vor Sabanow auf. Der Gäste-Kapitän parierte den ersten Versuch des Rostockers, war beim Nachschuss aber machtlos – 1:0 (22.). Die Fans hatten sich nach dem Jubel noch nicht wieder hingesetzt, da erhöhte Hansa auf 2:0. Nach einem weiten Ball von FCH-Kapitän Sebastian Pelzer setzte Marcel Schied die Innenverteidigung samt Keeper unter Druck: Sabanow mit einem missglückten Befreiungsschlag vor die Füße von Ziegenbein, der aus 35 Metern mit einem gefühlvollen Heber per Außenrist einnetzte (23.). „Ich wusste erst gar nicht mehr, wo ich war. Ich freute mich noch über das 1:0 und dann kullert mir der Ball erneut vor die Füße. Mein erster Doppelpack im Männerbereich“, so Rostocks Torschütze.

Bis zur Pause verzeichneten erneut die Gäste die größeren Spielanteile, jedoch ohne sich eine echte Torchance herauszuarbeiten. Hansa musste dagegen eine Schrecksekunde verdauen. Abwehrmann Stephan Gusche verdrehte sich das Knie und blieb zur zweiten Halbzeit in der Kabine.

Nach dem Wechsel verpasste zunächst Schied ein mögliches 3:0 und damit die Entscheidung (50.). Auf der Gegenseite vergab David Schittenhelm die beste Chance für Heidenheim, als er einen Kopfball knapp neben den Pfosten setzte (62.). Heidenheim blieb optisch überlegen, weil Hansa sich im Vorwärtsgang zu viele Ungenauigkeiten und Fehlpässe leistete. Dennoch kamen Tobias Jänicke (67.), Ziegenbein (71.) und Malick Bolivard (78.) zu Chancen.

Kurz vor Schluss wurden die Gäste für ihr couragiertes Auftreten doch belohnt. Sebastian Pelzer brachte am Ende einer Fehlerkette Christian Essig im Strafraum zu Fall. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marc Schnatterer sicher (89.). Am Sieg des FCH änderte dies aber nicht mehr.

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