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25. November 2017 | 12:28 Uhr

Hansa mit Sorgen gegen Union

vom

svz.de von
erstellt am 25.Nov.2011 | 10:20 Uhr

Rostock | Für den Fußball-Zweitligisten FC Hansa Rostock kommt es derzeit knüppeldick. Gestern gab es die nächste Hiobsbotschaft für den Fußball-Zweitligisten. Kapitän Sebastian Pelzer meldete sich mit einer Magen-Darm-Grippe krank und wird heute im Heimduell (18 Uhr DKB-Arena) mit dem 1. FC Union Berlin fehlen. "Der Arzt hat gesagt, dass es nicht geht, zumal er auch ansteckend für die anderen Spieler ist", erklärte FCH-Trainer Peter Vollmann, der nun gezwungen ist, seine Start-Elf gegenüber der Partie mit dem FC St. Pauli (1:3) auf mindestens drei Positionen umzubauen. "Wir müssen es nehmen, wie es ist, und können es nicht ändern. Es ist wichtig, dass wir uns darauf konzentrieren, wie wir das Spiel gewinnen. Alles andere interessiert am Freitag nicht", so der 53-Jährige.

Für Pelzer wird hinten links Michael Blum verteidigen. Der Kicker half in dieser Saison bereits mehrere Male auf dieser Position aus, agierte zuletzt jedoch vorgezogen im Mittelfeld. Seine Rolle dort könnte Tobias Jänicke einnehmen.

Neben ihrem Kapitän haben die Norddeutschen im Duell mit dem Achten auch die gesperrten Tom Weilandt und Dominic Peitz zu ersetzen. "Das macht unsere Gesamtsituation natürlich nicht einfacher", sagte Vollmann.

Viele Alternativen bleiben dem Fußball-Lehrer nicht. Auf der defensiven "Sechs" sollte Timo Perthel für Peitz agieren. Den Part des Ideengebers auf der "Zehn" dürfte Marek Mintál übernehmen, zumal Mohammed Lartey aufgrund anhaltender Adduktoren- und Schambein-Probleme nicht einsatzfähig ist.

Vor allem das Aufziehen des eigenen Spiels war in den vergangenen Wochen das Manko der Hanseaten. "Wir stehen in jeder Partie am Scheideweg und müssen gewinnen. Doch nur durch das Muss wird die Motivation zu siegen auch nicht größer. Die etwaigen Mängel, die wir in der Kreativität im Offensivspiel haben, gilt es durch ein Höchstmaß an Laufbereitschaft zu ersetzen", so der Rostocker Trainer.

Bislang gelang dies aber nur in wenigen Fällen. Lediglich ein Sieg und nur magere neun Treffer in 15 Begegnungen brachte die Truppe zustande. Das bedeutet Abstiegs-Relegationsplatz 16, und die Alarmglocken schrillen.

Bester Schütze im Team der Ostseestädter ist Matthias Holst, der zweimal traf. "Es ist schön, dass ich zweimal getroffen habe. Doch wer letztlich die Tore macht, ist mir völlig wurst", sagte der Innenverteidiger, der in den vergangenen Wochen einer der konstantesten Akteure in den Reihen des FCH war. "Wenn jeder Spieler das abruft, was er in der Lage ist zu leisten, können wir den Gegner auch bezwingen. Einfach jeder muss den Glauben haben, dass wir es schaffen. Dann klappt es auch", ist Matthias Holst überzeugt.

Und er will vorangehen, wird sich gegen die Berliner erneut in die Offensive mit einschalten. "Es ist doch normal, dass große Spieler bei Standards aus gefährlichen Positionen mit nach vorne gehen. Das werden wir auch diesmal machen. Und wenn wir nur für Unruhe sorgen und den Gegner unter Druck setzen. Das kann schon reichen", so der Abwehrmann.

Hansa intern:

Mögliche Start-Elf: K. Müller – Schyrba, Holst, Koštál, Blum – R. Müller, Perthel – Ziegenbein, Mintál, Jänicke – Schied

Schiedsrichter: Das Spiel steht unter der Leitung von Christian Leicher (Landshut). Die Assistenten sind Karl Valentin (Taufkirchen) und Eduard Beitinger (Regensburg/jeweils Bayern). Der vierte Offizielle ist Sven Jablonski (Bremen).

Verletzt fehlen Dexter Langen (Schlüsselbeinbruch) und Mohammed Lartey (Adduktoren- und Schambein-Probleme).

Krank ist Sebastian Pelzer. Der Kapitän infizierte sich zu Hause mit einem Magen-Darm-Virus und bekam absolute Bettruhe verordnet.

Gesperrt sind Tom Weilandt nach seiner roten Karte gegen den FC St. Pauli sowie Dominic Peitz und der Unioner Steffen Karl (jeweils fünfte Gelbe).

Zuschauer: Die Ostseestädter rechnen heute mit 15 000 bis 17 000 Besuchern. Aus Berlin reisen rund 2200 Fans an.

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