Hansa mit psychologischem Vorteil

Endlich wieder einsatzfähig ist Bradley Carnell gegen seinen ehemaligen Verein Karlsruher SC. Georg Scharnweber
Endlich wieder einsatzfähig ist Bradley Carnell gegen seinen ehemaligen Verein Karlsruher SC. Georg Scharnweber

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09. April 2010, 07:22 Uhr

Rostock | Endspurt in der 2. Fußball-Bundesliga. Fünf Spieltage hat der FC Hansa Rostock noch Zeit, um sich sicher ans rettende Ufer zu manövrieren. Einen wichtigen Grundstein dafür können die Hansestädter bereits morgen (13.30 Uhr) legen, denn dann müssen sie beim Tabellennachbarn Karlsruher SC auflaufen.

Die Baden-Württemberger auf Platz 14 (35 Zähler) gehen lediglich mit einem Drei-Punkte-Polster in das Abstiegsduell und konnten in den vergangenen drei Partien gegen Oberhausen (0:1), Fortuna Düsseldorf (1:1) sowie Union Berlin (1:1) keinen Sieg mehr einfahren. Der FCH hingegen greift dank der zwei gewonnenen Heimspiele gegen Duisburg (3:1) und Alemannia Aachen (2:0) mit leichtem Rückenwind nach dem nächsten so bedeutenden Dreier. Das weiß auch Trainer Marco Kostmann: "Wir müssen einfach auswärts bei einem Team punkten, das um uns herum steht. Das gibt uns die Möglichkeit, es an uns heranzuziehen."

Dabei wird der zuletzt noch verletzte Südafrikaner Bradley Carnell, der im Spiel gegen Duisburg aufgrund von Wadenproblemen frühzeitig ausscheiden musste und sich seitdem mit den Beschwerden herumschlug, endlich wieder helfen können. "Er kommt auf jedenfall mit nach Karlsruhe und ist voll einsatzfähig", versicherte Kostmann. Auch Kevin Pannewitz wird voraussichtlich wieder zur Verfügung stehen.

Carnell könnte neben seinem Teamkollegen Tim Sebastian sogar zum Zünglein an der Waage werden. Beide kennen den KSC sehr gut, haben dort jeweils vier bzw. ein Jahr, das Letzte 2009 sogar gemeinsam, gekickt. "Natürlich habe ich Sebastian und Carnell befragt. Kleinigkeiten können entscheidend sein, auch wenn im Zeitalter der Medien alle Infos irgendwie abrufbar sind. Ich denke, das ist für uns ein psychologischer Vorteil", gibt der Coach zu.

Die Statistik hingegen ist eher durchwachsen, spricht nicht 100-prozentig für Hansa: Von zwei Auswärtsspielen in der 2. Liga ging eines verloren (0:1) und eines unentschieden (4:4, immerhin nach 0:3-Rückstand) aus. In der höchsten Klasse konnten wenigstens zwei von fünf Partien im Wildparkstadion gewonnen werden. Die anderen wurden, eins davon noch gegen Oliver Kahn, verloren. Doch das letzte Aufeinandertreffen der beiden Vereine im Ostseestadion gewann der FCH 2:1, der damit seine Negativserie beendete.

Pannewitz einsatzfähig

Wieder einsatzfähig im Spiel gegen den Karsruher SC wird Kevin Pannewitz sein. Gestern trainierte der 18-jährige Mittelfeldmann zwar noch etwas reduziert mit der Mannschaft, aber Trainer Marco Kostmann äußerte keine Bedenken. Nicht mit auf dem Feld hingegen war bei der gestrigen Einheit Ersatz-Keeper Jörg Hahnel, der aufgrund von Rückenproblemen am Wochenende weder für die 1. noch für die 2. Mannschaft auflaufen kann. Für ihn rückt Amateur-Torwart Andreas Kerner in den Kader. Auch die Stürmer Enrico Neitzel (dauerverletzt) sowie Enrico Kern sind nicht einsatzfähig.

So könnte die Start-Elf aussehen:

Walke - Schöneberg, Orestes, Sebastian, Schlitte - Danielsson, Schröder - Langen, Dahlén - Bartels, Jóhannson.

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