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FC Hansa verliert gegen Unterhaching : Hansa kriegt das Ding nicht rein

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Der FC Hansa musste sich am Samstag Unterhaching durch ein Gegentor in der 88. Minute geschlagen geben. Pechvogel war Smetana, der vorne mehrere „Hochkaräter“ vergab und hinten beim Kopfballduell zum 0:1 zu spät kam.

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erstellt am 09.Dez.2012 | 07:00 Uhr

Rostock | Ein Fleckchen Grün inmitten der Schneelandschaft: Die Rasenheizung in der DKB-Arena hatte trotz vornächtlicher Temperaturen im zweistelligen Minusbereich auch den letzten grau-weißen Überresten den Garaus gemacht. Auf diesem angesichts der Widrigkeiten noch recht vernünftigen Untergrund vergab der FC Hansa im Duell der 3. Fußball-Liga mit der SpVgg Unterhaching vier Riesenchancen und kassierte in der 88. Minute die Quittung - 0:1.

Pelzer sieht zum fünften Mal Gelb - gesperrt

Im Vergleich zum 0:2 bei den Stuttgarter Kickers gab es gleich vier Veränderungen. Humbert, Zolinski, Berger und Plat nahmen auf der Bank Platz. Dafür kehrten die zuletzt gesperrte "Doppel-Sechs" Leemans/Haas sowie Linksverteidiger Marcos in die Start-Elf zurück. Hinzu kam, erstmals von Anfang an, Rilke für die rechte Außenbahn.

Die erste Viertelstunde verlief praktisch höhepunktfrei. Allmählich klarer ersichtlich strebte der FC Hansa dem 1:0 entgegen. Immer häufiger spielte sich das Geschehen im Strafraum der Roten aus dem Landkreis München ab. So wurde der Kopf des Hünen Smetana von Haas (17.) ebenso "gesucht" wie von Rilke (18.). Haas’ Abschlüssen (17., 19.) fehlte die Präzision. Blums Flanke wäre haargenau bei Rilke angekommen, doch SpVgg-Torhüter Riederer fing die Ein-gabe ab, obendrein Abseits (22.). Weilandts Solo sah nett aus, dauerte aber wieder mal einfach zu lange (24.).

Dicht dran an der Führung war schließlich Holst, dessen Kopfball nach Freistoß von Blum gepasst hätte. Wäre da nicht Riederer gewesen, der die Kugel noch um den Pfosten lenkte (25.).

Nächster Aufreger war die fünfte gelbe Karte gegen Pelzer (40.). Damit ist er am Sonntag in Babelsberg gesperrt, und Trainer Fascher hat die Sorge, bis dahin einen neuen Aushilfs-Innenverteidiger finden zu müssen.

Kurz vor der Pause drehte Hansa noch mal auf. Smetana hätte aus Nahdistanz nach schöner Vorlage von Weilandt das 1:0 machen müssen, schoss jedoch nur Riederer an (45.). So endete die erste Halbzeit 4:0 nach Ecken (am Ende waren es 5:1), aber 0:0 nach Toren.

In der 52. Minute der "zweifache Riese" für die Mecklenburger, und wieder will das verflixte Ding nicht rein! Zunächst Smetana auf Weilandt, der macht das richtig gut, zieht aus der Drehung ab, zur Stelle jedoch ist abermals der Mann im blassgoldenen Outfit, Riederer. Nach der anschließenden Ecke kommt Smetana frei zum Kopfstoß - knapp daneben…

Aber die Unterhachinger, die in der ersten Hälfte offensiv kaum stattfanden, steigerten sich, trauten sich mehr und mehr zu. Niederlechner (58.) ebenso wie Rohracker (84.) hätten bereits für das 0:1 sorgen können. Die Rostocker wirkten eingeschüchtert. Prompt passierte es: Die einzige Ecke für den Verein der Fußballer und Bobfahrer tritt Welz-müller, der eingewechselte Voglsammer (1,78 m) gewinnt das Kopfball-Duell mit Smetana (1,98 m), und auch dieses Spiel ist verloren…

6700 Zuschauer bei einem Heimspiel, das waren 400 zu viel, um den Rostocker Negativrekord in der 3. Liga einzustellen. Die Bilanz der zurückliegenden fünf Partien indes ist neue "Bestmarke": ein Unentschieden, vier Niederlagen, 2:9 Tore. Ein Punkt von 15 möglichen - das Abschneiden eines Absteigers!

Angesichts dessen verging einem das Schmunzeln über den Kiebitz, der während der Begegnung vor dem verwaisten Gäste-Block gänzlich ohne Scheu das unverhofft aufgetauchte Grün nach Schnecken und Würmern durchsuchte…


Die Trainerurteile

Marc Fascher (FC Hansa): Der Mannschaft war der Wille nicht abzustreiten. Sie hat den Gegner unter Druck gesetzt und ihn zu Fehlern gezwungen. Dadurch haben wir uns zwei richtig gute Torchancen erarbeitet, die der Keeper überragend hielt. Wir haben momentan die Sch… an den Füßen, sodass uns nicht das Führungstor gelang. Es kam sogar noch schlimmer, indem man in der 88. Minute mal wieder durch einen Standard den Knüppel auf den Kopf bekam. Es ist derzeit wie verhext. Diesen negativen Lauf muss man erst mal verdauen.

Claus Schromm (Unterhaching): Wir haben uns wahnsinnig gefreut, vor so einer Kulisse spielen zu dürfen, das ist für unsere junge Truppe nicht alltäglich. Unser Plan war, dass wir über 90 Minuten konstant Fußball spielen. Das ist uns trotz einiger Ballverluste, die dann zu guten Chancen für den Gegner führten, ganz gut gelungen. Wir haben bis vor die gegnerische Kette gut gespielt, im Abschluss fehlte uns die Erfahrung. Im Endeffekt war aber der Sieg mit dem späten Treffer nicht unverdient.



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