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Rostocker verlieren beim VfL Osnabrück mit 2:3 : Hansa kassiert bitteren K.o.-Schlag

vom

Als Emil Jula in der dritten Minute der Nachspielzeit den letzten Angriff des VfL Osnabrück mit dem 3:2-Siegtreffer abschloss, sanken die Hansa-Spieler zu Boden. Es war der bitterste Moment dieser Drittliga-Saison.

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erstellt am 01.Apr.2013 | 06:45 Uhr

Als Emil Jula in der dritten Minute der Nachspielzeit den letzten Angriff des VfL Osnabrück mit dem 3:2-Siegtreffer abschloss, stand die osnatel-Arena Kopf. Während sich die Gastgeber jubelnd in die Arme fielen, sanken die Hansa-Spieler zerstört zu Boden. „Da fühlst Du nur innere Leere“, beschrieb Trainer Marc Fascher den bittersten Moment dieser Drittliga-Saison.

Hansas Offensive kaum wiederzuerkennen

Bitter deshalb, weil die Ostseestädter vor 8700 Zuschauern eine 2:0-Führung innerhalb von 30 Minuten verspielten und für ihre bislang beste Leistung in der Rückrunde nicht mal mit einem Punkt belohnt wurden.

Vor allem in der ersten Hälfte agierten die Gäste, bei denen Leonhard Haas nach abgesessener Rot-Sperre für Julien Humbert auf die „Sechs“ rückte, im Vergleich zu den „Nullnummern“ gegen den VfB Stuttgart II und Darmstadt wie ausgewechselt. Die Offensive, in der Emil Rilke auf Rechts den Vorzug vor Stürmer Johan Plat erhielt, trat von Beginn an couragiert auf. Nach ersten Kopfbällen von Sargis Adamyan (1.) und Ken Leemans (6.) gab Tom Weilandt einen Warnschuss ab (10.). Der VfL agierte nervös, fabrizierte viele Fehlpässe und brachte nach vorne nichts zustande, auch, weil Hansa früh störte und im Mittelfeld die Zweikämpfe gewann. Lohn war das 1:0. Nico Zimmermann kam nach einem Dribbling gegen Bouma auf der Strafraumgrenze zu Fall. Schiedsrichter Christian Dietz entschied nach Absprache mit seinem Assistenten auf Elfmeter, den Noël Alexandre Mendy sicher verwandelte (16.).
Der frühe Gegentreffer lähmte die Lila-Weißen zusätzlich. Sie agierten verunsichert und profitierten allenfalls von individuellen Fehlern der Gäste. Matthias Holst und Maurice Trapp waren sich bei einem langen Ball nicht einig, sodass Zoller frei zum Abschluss kam (31.). Zudem hatte Hansa Glück, als ein Schuss von Piossek noch geblockt wurde (45.).

Im zweiten Abschnitt blieb der befürchtete Osnabrücker Angriffswirbel zunächst aus. Abgesehen von einem Kopfball von Neumann, der an die Latte klatschte (53.), behielt die Hansa-Defensive um den erneut starken Kapitän Sebastian Pelzer, der jedoch in der 54. Minute verletzt raus musste, den Kopf oben. Mehr noch, die Nordostdeutschen spielten immer wieder frech nach vorne. Mit Erfolg: Nach einem harmlosen Rückpass von Beermann rutschte VfL-Keeper Rickert der Ball unter der Sohle durch – 2:0 (61.).

Dieses Gegentor war der Weckruf für den VfL, der mit Emil Jula einen dritten Stürmer brachte. Der Ex-Cottbusser (Wollitz: „Der spielt nur bei uns, weil ich ihn kenne. Sonst wäre er nicht zu finanzieren“) war sofort zur Stelle. Verpassten Zoller (61.) und Krük (63.) den Anschlusstreffer, so köpfte Jula nach Flanke von Manno zum 1:2 ein (69.). Zwei Minuten später wehrte Trapp einen Schuss von Piossek per Hand ab. Den fälligen Strafstoß nutzte Staffelt zum 2:2 (71.).

In der heißen, aber durchaus offenen Schlussphase, in der Fascher versuchte, mit Zolinski und Humbert die Defensive zu stärken, verlor Hansa den Überblick. So schauten in den Schluss-Sekunden vier Spieler zu, wie Jula einen Doppelpass in den Strafraum direkt zum 3:2 verwertete.


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