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20. Oktober 2017 | 22:03 Uhr

Hansa in Fürth chancenlos

vom

svz.de von
erstellt am 04.Dez.2011 | 08:55 Uhr

fürth | Der FC Hansa verlor zum Abschluss der 1. Halb-serie 2011/12 der 2. Fußball-Bundesliga bei der SpVgg Greuther Fürth mit 0:3 (0:1) und bleibt Vorletzter.

Die Gäste durften sich auf einiges gefasst machen. Laut "Fürther Nachrichten" habe SpVgg-Präsident Helmut Hack eine "Drecksack-Mentalität" verlangt und Trainer Mike Büskens seiner Mannschaft eingetrichtert, sie solle nicht nur schön, sondern auch "ein bisschen schmutzig" spielen sowie Aggressivität am Rande des Erlaubten zeigen. Dies war aber gar nicht nötig und wurde eigentlich nur von einem praktiziert: dem Rostocker Peitz, der Glück hatte, in der 44. Minute nach Foul an Kleine nicht Gelb-Rot zu erhalten.

Im Vergleich zum 2:5 zuvor gegen Union Berlin standen bei den Gästen Schyrba und Jänicke nicht in der Start-Elf. Dafür kehrten Pelzer und Peitz zurück. Den Rechtsverteidiger-Posten von Schyrba übernahm nicht, wie im Training ausprobiert, Wiemann (saß ebenfalls auf der Bank), sondern Robert Müller. Peitz und Perthel bekleideten im 4-4-2 die inneren Mittelfeld-Positionen.

Die Oberfranken begannen klar konstruktiver und mit deutlich mehr Ballbesitz (am Ende 63 Prozent, hingegen erstaunlicherweise 53 % gewonnene Zweikämpfe zu Gunsten der Gäste). Hansa war zunächst mit durchaus erkennbarer Leidenschaft sowie entsprechendem Aufwand bei der Sache. Dennoch fiel früh das 0:1 (11.). Die Weiß-Grünen kamen mit ihrem ersten vernünftigen Angriff über die geschickt "freigeräumte" linke Seite zum Erfolg. Occean konnte nach Schröcks Flanke in der Mitte unbehelligt "stochern", Kevin Müller war sogar noch mit der Hand dran, doch irgendwie hoppelte die Kugel trotzdem über die Linie. Ein unglückliches Gegentor.

Die Mannschaft wirkte aber nicht sehr mitgenommen, hielt die defensive Disziplin und kam auch nach vorn besser in die Partie. Das sah teilweise gar nicht un-

gefällig aus. Nur von einem Treffer war das Team ganz in Gelb relativ weit entfernt. Ziegenbeins Gewaltschuss nach Ecke von Blum flog weit über die Latte (25.). "Ziege" war auch am bis dahin besten Angriff der Ostseestädter beteiligt, als er Blum schickte, aber dessen Schuss geblockt wurde (35.).

In der Pause ging Peitz erwartungsgemäß vorzeitig duschen. Für ihn kam Jänicke. Er orientierte sich sofort auf seine "angestammte" linke Außenbahn, Blum rückte nach innen. Der neue Mann führte sich gleich gut ein, startete einen starken Sturmlauf, passte nach rechts zu Ziegenbein, doch dessen Schuss fiel, weil er in den Rasen haute, harmlos aus. Auch Perthel war in diese Szene involviert - da hätte etwas rausspringen können (53.)!

Die Strafe folgte auf dem Fuße. Wieder fast aus dem Nichts fällt das 2:0 für Fürth (hier lag allerdings klar Abseits vor). Den Versuch von Schahin kann Kevin Müller noch abwehren, aber Koštál kriegt den Ball nicht weg, und Schröck trifft (57.). Damit war die Sache praktisch gelaufen. Die Mecklenburger hatten nicht nur frühzeitig das Spiel, sondern auch den Glauben daran verloren, etwas Zählbares von den Rand-Nürnbergern mitnehmen zu können. Sie legten nun Verunsicherung an den Tag. Nach vorne ging gar nichts mehr. Vielmehr erhöhten die Gastgeber durch einen von Holst abgefälschten Schuss auf 3:0 (75.). Schütze Sararer hatte vorher die komplette linke Defensivseite der Rostocker stehengelassen.

Noch nie hielt in der 2. Liga ein Team, das nach der Hinrunde erst elf Punkte hatte, letztlich noch die Klasse. Manager Stefan Beinlich: "Dann sind wir eben die Ersten. Man sollte immer Hoffnung haben."

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