zur Navigation springen

Hochverdienter 4:2-Sieg gegen den MSV Duisburg : Hansa haut tolles Spiel raus

vom

Der FC Hansa landete im zehnten Anlauf endlich seinen zweiten Saisonsieg - den 100. insgesamt im achten Jahr Zugehörigkeit zur 2. Fußball-Bundesliga. Die Rostocker schlugen am Sonntag den MSV Duisburg 4:2 (2:2).

svz.de von
erstellt am 12.Feb.2012 | 07:17 Uhr

rostock | Der FC Hansa landete im zehnten Anlauf nach dem 2:0 gegen 1860 München endlich seinen zweiten Saisonsieg - den 100. insgesamt im achten Jahr Zugehörigkeit zur 2. Fußball-Bundesliga. Die Rostocker schlugen gestern den MSV Duisburg 4:2 (2:2). In Reaktion auf die Vorkommnisse während des 1:3 gegen St. Pauli am 19. November 2011 war erstmals die Südtribüne der DKB-Arena gesperrt.

In der Start-Elf standen im Vergleich zum vorangegangenen 1:2 in Bochum Robert Müller, Jänicke und Pannewitz an Stelle des gesperrten Pelzer sowie von Schyrba und Langen. Alles inklusive von gleich sechs Positionsverschiebungen wie von uns in der Sonnabend-Ausgabe angekündigt: Perthel rückte aus dem Mittelfeld zurück auf den Linksverteidiger-Posten, die beiden "Sechser" Janecka und Jordanov begannen diesmal rechts in der Abwehr bzw. auf dem Flügel, Pannewitz und R. Müller operierten vor der Vierer-kette, und Jänicke übernahm die linke Seite.

In der ersten Halbzeit war es weitgehend ein Spiel auf ein Tor. Die Rostocker setzten die defensiv oft "schwimmenden" Gäste extrem unter Druck, zeigten Biss, gingen aggressiv und früh drauf, kamen so häufig schon in der MSV-Hälfte zu Ballgewinnen. Die Weiß-Blauen waren drückend überlegen, nur fehlte beim letzten Pass oder im Abschluss die Genauigkeit. Zum Beispiel bei Chancen für R. Müller (1.), Mintál (11., 13.) und Jordanov (43.) sowie Vorbereitungen von Jänicke (18., 25.) und Jordanov (29.). Zudem hätte es in der 2. Minute nach Foul von Berberovic an Borg Elfmeter geben müssen. So aber kam der FC Hansa "nur" zu zwei Toren: Mintál vollstreckte nach Freistoß von Perthel (30.), Jänicke profitierte, als Jordanov fein einleitete, von einem missratenen Abwehrversuch des Duisburgers Hoffmann und schob ein (36.). Unfassbarerweise aber lautete der Pausenstand nicht 2:0, sondern 2:2!

"Wir müssen unsere einfachen Fehler abstellen", hatte Trainer Wolf vorher beinahe gefleht. Doch sie stellten sich wieder ein: Jeweils nach Ecke kamen Bajic (33./Borg und R. Müller zu spät) und Sukalo (40./Perthel kann nicht mehr blocken) jeweils viel zu einfach zum Ausgleich. Das waren Geschenke!

Die Ostseestädter ließen sich jedoch nicht beirren. Sie stürmten weiter und hätten durch Pannewitz, der die Kugel nach glänzender Flanke von Jänicke aus weniger als zwei Metern nicht an Gäste-Keeper Wiedwald vorbei bekam, zum dritten Mal in Führung gehen müssen (48.).

Das besorgte dann wenig später abermals Mintál. Jordanov hatte vorbildlich einen Freistoß herausgeholt. Diesen - getreten von Perthel - verlängerte R. Müller mit dem Kopf, der am hinteren Pfosten lauernde Slowake erledigte den Rest: 3:2 (52.) nach dieser schön umgesetzten einstudierten Variante.

Nach etwa einer Stunde kassierte Pannewitz für ein überflüssiges Foul seine fünfte gelbe Karte und muss damit am Sonntag bei Alemannia Aachen zuschauen. Da darüber hinaus sein Fitnesszustand inzwischen nicht mehr ausreichte und er zum Sicherheitsrisiko zu werden drohte, wurde "Panne" folgerichtig gegen Wiemann ausgetauscht (71.).

Hansa hätte durch Borg (65., 73., 81.) und Wiemann (78.) den Sack zubinden können. Doch es musste gezittert werden: Kevin Müller klärte, dafür weit seinen Strafraum verlassend, sehr aufmerksam vor Brosinski (74.).

Die 81. Minute: Borg wird leicht von Jula touchiert, und jetzt zeigt Referee Cortus zur Verblüffung aller auf den Punkt! Der "Gefoulte" tritt selbst an, verlädt Wiedwald und sorgt mit dem 4:2 für die Entscheidung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen