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St. Pauli klagt weiter : Hansa-Fans können wieder hoffen

vom

Der FC St. Pauli wird gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Hamburg Beschwerde einlegen. Die Klage des Vereins für die Partie gegen den FC Hansa keine Tickets an Gäste-Fans zu verkaufen, wurde abgewiesen.

svz.de von
erstellt am 04.Apr.2012 | 10:10 Uhr

Rostock | Fußball-Zweitligist FC St. Pauli wird gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Hamburg Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht einlegen. In einem Eilverfahren hatte das Gericht die Klage des Vereins gegen die Verfügung der Polizei, für die Heimpartie gegen den FC Hansa Rostock (22. April) keine Eintrittskarten an Gäste-Fans zu verkaufen, abgewiesen. "Insbesondere wegen der Folgen für weitere Spiele und den gesamten Profi-Fußball können wir die Entscheidung so nicht hinnehmen und werden weitere Rechtsmittel einlegen", erklärte St. Paulis Vizepräsident Dr. Gernot Stenger.

Die Rostocker begrüßen den Schritt der Hamburger, sind in diesem Verfahren auch nur der beobachtende Dritte. "Wir stehen zwar in Kontakt mit St. Pauli, können aber im Prinzip nichts machen", erklärte FCH-Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann. Der 43-Jährige kritisierte ebenfalls das Urteil des Verwaltungsgerichts: "Ich bin entrüstet, dass 2500 Menschen unter einen Generalverdacht gestellt werden, und ich denke, dass das der falsche Weg ist." Hofmann befürchtet, dieses Urteil könnte zu einem Präzedenzfall für ganz Fußball-Deutschland werden.

Großes Unverständnis hat der Hansa-Boss für das Vorgehen der Polizei, die ihre Verfügung bereits vor jeglichen Sicherheitsbesprechungen zwischen den beteiligten Vereinen verhängte: "Damit sind alle milderen Mittel, wie zum Beispiel eine zentrale Anreise, bereits im Vorfeld praktisch ausgeschlossen worden."

In der Vergangenheit war es wiederholt bei Duellen zwischen St. Pauli und dem FC Hansa zu gewalttätigen Auseinandersetzungen unter den Fangruppen gekommen.

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